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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Auch Helfer brauchen manchmal Hilfe

05.05.2015

Sandkrug Die Gemeinde Hatten erarbeitet gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern, die sich um die neu nach Hatten kommenden Flüchtlinge kümmern, derzeit einen Leitfaden. Ziel ist es, allen Beteiligten wichtige Adressen und Ansprechpartner an die Hand zu geben. Zurzeit gibt es für fast jede Familie einen Ehrenamtlichen, der sich kümmert. „Doch wir brauchen noch mehr, weil wir weitere Flüchtlinge bekommen werden“, sagt Sozialamtsleiterin Heike Kersting.

Wie tickt Deutschland im Kleinen? Wie funktioniert hier was? Fragen wie diese sollen den Flüchtlingen möglichst früh vermittelt werden. „Sie müssen die Chance zur Selbsthilfe bekommen“, so beschreibt es Oliver Oehling, bis vor kurzem Integrationshelfer in den Gemeinden Großenkneten, Hatten und Wardenburg.

Die 20 ehrenamtlichen Helfer, die sich auf dem jüngsten Treffen im Hatter Rathaus zusammensetzten, stehen fast alle vor gleichen Problemen und Fragen: Da wäre als allererstes die Verständigung mit den Asylsuchenden – in Hatten überwiegend Menschen aus dem Kosovo, aber auch ein paar Syrer. Behördengänge und das Ausfüllen von Anträgen stellt selbst die Helfer immer wieder vor Schwierigkeiten.

Im bereits seit einem Jahr bestehenden Flüchtlingstreff in der Sandkruger Kreuzkirche, den Initiatorin Mahvash Gharib Docheghaei gemeinsam mit Inge Dunkhase, Isabelle Zabel, Heidrun Harms und Cordula Rau betreut, kann mittlerweile das junge Flüchtlingsmädchen Fatima als Dolmetscherin einspringen. Mit dem Einverständnis der Kirche soll jetzt ein weiterer Raum für Deutschunterricht im Albert-Schweitzer-Haus eingerichtet werden. „Der Wunsch kommt von den Asylsuchenden selbst, weil sie so hoffen, besser lernen zu können“, sagt Mahvash Gharib Docheghaei. Sie hofft außerdem, junge Deutsche als Integrationspaten gewinnen zu können, die den Kontakt zu den Familien der Asylsuchenden weiter verbessern helfen. Fahrräder als Sachspenden sucht der Treff auch weiterhin. Sie sollen es den Flüchtlingen erleichtern, von ihren Unterkünften zum Einkaufen oder zu Treffen zu gelangen.

Julia Tscheslog, Gemeindesozialarbeiterin für Wardenburg, wird ab 1. August einen Teil ihrer Stunden auch für Hatten im Einsatz sein. Ursprünglich gedacht zur Betreuung von Menschen, die vor der Verwahrlosung stehen, wird sie nach Angaben von Sozialamtsleiterin Heike Kersting wegen des viel drängenderen Bedarfs sich um Flüchtlinge kümmern. Die erfahrene Sozialarbeiterin regte auf der Zusammenkunft an, Kinder von Asylanten in den Ferienpass einzubeziehen.

Das Hatter Sozialamt plant, eine mehrsprachige Broschüre aufzulegen, in der u. a. die wichtigsten Einrichtungen in Sandkrug und Kirchhatten mit ihren Standorten beschrieben sind. Die VHS will – entsprechendes Interesse vorausgesetzt – ein Unterrichtsmodul „Migrationshelfer“ anbieten (ca. 48 Unterrichtsstunden). Interessierte können sich bei Heike Kersting, Telefon  0 44 82/92 22 30, melden.

Werner Fademrecht
Hatten
Redaktion Wardenburg
Tel:
04407 9988 2731

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