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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Auf Torfflächen Vielfalt gewünscht

24.07.2015

Achternmeer Gut vorbereitet war Wardenburgs Bauamtsleiter Frank Speckmann auf den Besuch von fünf CDU-Landtagsabgeordneten. Ansgar Focke aus Ganderkesee und seine Fraktionskollegen Ernst-Ingolf Angermann (Bergen), Martin Bäumer (Georgsmarienhütte), Otto Deppmeyer (Hameln) und Axel Miesner (Osterholz) wollten sich vor Ort über die Themen Torfabbau, Moorschutz und Wiedervernässung informieren. Auch die örtlichen CDU-Politiker Armin Köpke und Georg Grotelüschen waren mit dabei.

Speckmann hatte dazu ins Feuerwehrhaus in Achternmeer etliche Lichtbilder, Info-Mappen und viele mündlich vorgetragene Fakten mitgebracht. Anschließend wurden die beiden Torfabbauflächen in der Gemeinde besucht.

„Schon bald steht im Landtag wieder die Diskussion um das Landesraumordnungsprogramm an“, sagte Focke. Bekanntlich plant die Landesregierung darin, Torfabbaugebiete zum Zwecke der Renaturierung wiederzuvernässen. Frank Speckmann machte deutlich, dass sich Politik, Verwaltung, Naturschutzverbände, Landwirte und Jäger in Wardenburg einig seien, dass eine großflächige Wiedervernässung in Wardenburg nicht gewollt sei, da sie mehr Schaden anrichte als Nutzen bringe. Vielmehr wolle man eine Vielfalt aus selektiver Wiedervernässung, Sukzession, Hochmoor-Grünland und extensiver Landwirtschaft. „Ein buntes Mosaik“, ergänzte Dr. Remmer Akkermann von der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte-Weser-Ems.

Zwei Torfabbaugebiete in Unternehmerhand gibt es in der Gemeinde Wardenburg. Über „Auf dem Meersfelde“ im Bereich Südmoslesfehn/Achternmeer ist seit zwei Jahren ein Abbaustopp verhängt, weil die Firma offenbar gegen Auflagen verstoßen und Torf zu tief gestochen hat. Die Folge: Austrocknung des Bodens; eine Wiedervernässung wäre hier sehr aufwändig oder gar unmöglich.

Im „Kilometerquadrat“ in Benthullen besitzt der Landkreis knapp 50 und das Land 120 Hektar Fläche. Unter Landrat Frank Eger propagierte die Kreisverwaltung einen weiteren Torfabbau. „Das bringt dem Kreis 700 000 Euro ein“, so Kreistagsabgeordneter Armin Köpke. Auch die rot-grüne Landesregierung sprach sich bislang für einen Torfabbau mit anschließender Wiedervernässung aus. „Dann saufen viele benachbarte landwirtschaftliche Flächen ab“, versicherte Köpke.

„Auf Kreisebene werden wir den CDU-Antrag aufrecht erhalten, den Torfabbau aus Gründen des Naturschutzes zu stoppen“, sagte Focke zum weiteren Vorgehen. Auf Landesebene wolle man versuchen, den umstrittenen Passus aus dem Landesraumordnungsprogramm herauszubekommen und nachhaken, ob Moorschutz nicht auch anders machbar sei.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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