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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Integration: Beeindruckende Informationen aus erster Hand

29.09.2016

Ganderkesee Immer wieder hallten „Cool!“-Rufe durch den Raum, am Ende des Vortrags wollten einige der Jungen gar nicht mehr aufhören zu klatschen: Am Mittwochmorgen besuchten der syrische Flüchtling Basel Taifour und Sozialarbeiterin Marieke Purnhagen die Jungengruppe der Katenkamp-Schule Ganderkesee. Taifour folgte damit der Einladung, der Jungengruppe von seiner Flucht und seinem neuen Leben in Ganderkesee zu erzählen – und stieß bei den Schülern mit geistigen Entwicklungsstörungen auf offene Ohren.

„Die Jungen wissen ja gar nichts über die Flucht und ich freue mich, ihnen richtige Informationen weiterzugeben“, so der 26-jährige, der seit Januar als Bundesfreiwilligendienstleistender (Bufdi) bei der Gemeinde arbeitet. Sein Fluchtweg, sein Job, die arabische Sprache und seine Hobbies waren Teil des Vortrags, zudem stellten die Schüler ein paar Fragen. Ben (14) fand die Landkarte mit Taifours Weg beeindruckend, „das ist interessant, wo er ganz langgelaufen ist“, sagte er. „Das hat mir richtig gut gefallen!“, betonte Kai (16), und fragte direkt nach, ob Taifour mal mit den Jungen kochen könne. Im Anschluss nahmen die Schüler den Flüchtling im wahrsten Sinne des Wortes an die Hand und zeigten ihm ihre Schule.

Schon seit 15 Jahren wird an der Katenkamp-Schule aktive Jungenarbeit betrieben, einmal wöchentlich treffen sich die Leiter Nils Lion und Peter Emmrich mit mehreren Schülern aus verschiedenen Klassen. Häufig würden aktuelle Themen aufgegriffen und besprochen, erklärt Lion das Konzept. Vor einem halben Jahr seien dann Flüchtlinge zum Thema geworden, „und unser Einstieg waren die Vorurteile, die im Raum standen“, gibt Emmrich zu.

Seitdem haben die Pädagogen das Thema zwar intensiv besprochen, „aber wir sind irgendwann an unsere Grenzen gekommen“, so Lion. Viele Dinge seien für Außenstehende zu schwierig zu erklären. An dieser Stelle habe man dann Kontakt zur Gemeinde aufgenommen: „Wenn ein Betroffener direkt davon berichtet, bringt uns das am meisten“, sagt Lion – und Taifour war gerne dazu bereit.

Eine weitere Zusammenarbeit können sich nun alle Beteiligten auch für die Zukunft vorstellen, die Einzelheiten werden noch besprochen. Und vielleicht kann Kai wirklich bald ein syrisches Menü mit Taifour kochen.

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