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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Holocaust: Bekenntnis gegen Rassismus

27.01.2016

Wildeshausen „Wir dürfen nicht akzeptieren, dass Rassisten ihr Unwesen treiben und dass Vorurteile und Verschwörungstheorien Eingang in öffentliche Debatten finden. Jeder Angriff auf andere, auf eine Minderheit, richtet sich letztlich gegen uns alle. Denn wir wollen in einer Stadt, in einem Land Leben, das allen Menschen – ungeachtet ihrer Herkunft und ihrer Konfession – Freiheit und Sicherheit garantiert.“ Mit Nachdruck hat sich Bürgermeister Jens Kuraschinski am Dienstag während der Holocaust-Gedenkfeier auf dem jüdischen Friedhof in Wildeshausen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung ausgesprochen. An der Gedenkfeier nahmen etwa 100 Schüler, Lehrer, Vertreter der Stadt und andere Bürger teil. Obwohl Deutschland eine stabile Demokratie sei und über einen funktionierenden Rechtsstaat verfüge, kämen angesichts der Flüchtlingswelle alte Ressentiments wieder zum Vorschein, so Kuraschinski. Jeder Bürger sei gefordert, ihnen entschieden entgegenzutreten.

Gedenkstunden seien nicht nur ein Zeichen, dass die Opfer des Nationalsozialismus nicht vergessen werden, sondern auch dafür, welche Werte uns heute wichtig sind, so der Bürgermeister. Wie er lobte auch Bodo Riethmüller vom Landesverband der jüdischen Gemeinden das aktive Gedenken vieler junger Menschen. Sie seien bereit, diese historische Bürge auf sich zu nehmen. Durch die Beschäftigung mit dem Thema werde das Gedenken nachhaltig und die Jugendlichen realisierten das Ausmaß der Vernichtung.

Heute vor 71 Jahren befreiten sowjetische Soldaten das Konzentrationslager Auschwitz, das als Symbol für den systematischen Massenmord der Nazis an den Juden steht. Dort wurden mehr als eine Millionen Juden ermordet. Insgesamt brachten die Nazis an die sechs Millionen Juden um. „Was damals geschah, erfüllt uns heute noch mit Trauer, Entsetzen und Scham“, sagte Kuraschinski. Er legte gemeinsam mit Rietmüller und Ari Eisel von der jüdischen Gemeinde Oldenburg einen Kranz auf dem Friedhof nieder. Zuvor hatte Riethmüller die Namen der ermordeten jüdischen Bürger aus Wildeshausen verlesen.

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Die Schüler der achten und neunten Klassen der Hunteschulen, deren Projekt nach der Gedenkfeier vorgestellt wurde, beschäftigten sich unter anderem mit dem Konzentrationslager Esterwegen. Ihren Besuch im Emsland präsentierten sie den Gästen in der Hunteschule auf Stellwänden und mit einem Film.

Die Jugendlichen informierten sich auch über jüdisches Leben in Wildeshausen und nutzten dafür unter anderem das Buch von Werner Meiners. Ein Gang entlang der „Stolpersteine“ gehörte ebenfalls dazu. Die Steine wurde 2015 vor den Häusern gepflastert, in denen einst Wildeshauser jüdischen Glaubens wohnten.

Letztlich reichte der Leiter der Hunteschule, Thomas Trüper, den Staffelstab des Gedenkens an den Direktor der Berufsbildenden Schulen, Gerhard Albers, weiter. Die BBS-Schüler werden im kommenden Jahr die Holocaust-Gedenkfeier mitgestalten.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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