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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Soziales: Dauerhafte Bindung geschaffen

05.05.2017

Hude /Ganderkesee „Es hat einen guten Grund, warum wir uns heute im Trauzimmer des Rathauses getroffen haben“, begrüßte Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew seine Gäste. „Hier werden Verbindungen geschlossen, die von Dauer sein sollen, und das wünsche ich mir in diesem Fall auch.“

Zu Besuch waren am Donnerstagnachmittag Vertreter des Hospizkreises Ganderkesee, der sich jetzt offiziell in „Hospizkreis Ganderkesee-Hude“ umbenennen wird. „Die Namensänderung unseres Vereins wurde ohne Gegenstimme in der letzten Mitgliederversammlung angenommen und ist beim Amtsgericht eingereicht“, berichtete der 2. Vorsitzende Rainer Heinken.

Aktuelle Angebote des Hospizrings:

Das Trauercafé ist eine öffentliche Veranstaltung, die einmal im Monat angeboten wird. In Bookholzberg treffen sich Trauernde am ersten Sonntag im Monat (Ausnahme: 11. Juni) von 15 bis 17 Uhr in der Begegnungsstätte am Ammerweg 1; in Ganderkesee ist das Treffen immer am zweiten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr im Evangelisch-lutherischen Gemeindehaus, Ring 14.

Eine offene Trauergruppe gibt es in Ganderkesee. Nach einer Anmeldung (Telefon  01 60/99 64 39 44) ist jeder eingeladen an dem Treffen im Gruppenraum des ambulanten Hospizkreises an der Lindenstraße 12 teilzunehmen.

Außerdem werden nach telefonischer Absprache Einzeltrauerbegleitungen und geschlossene Trauergruppen angeboten.

„Ganderkesee und Hude gehören für uns zusammen. Um das auch deutlich nach außen zu zeigen, haben wir uns dazu entschlossen, unseren Namen entsprechend zu ändern“, erklärte Christiane Peikert-Baramsky, 1. Vorsitzende des Vereins. „Wir sind schließlich schon seit acht Jahren in Hude aktiv und viele unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter kommen auch aus der Gemeinde.“

„Wir haben jetzt ganz offiziell ein neues soziales Angebot im Ort. Das wollen wir nicht nur nutzen, sondern auch aktiv mitgestalten und weiterentwickeln“, freute sich Bürgermeister Lebedinzew über das Bekenntnis des Vereins zum Klosterort.

Ziel des Vereins ist es, Menschen eine Sterbe- und Trauerbegleitung zu sein. „Das gilt für die Sterbenden, aber auch für deren Angehörigen“, erklärte Susanne Lebedinzew, die als hauptamtliche Koordinatorin für den Verein arbeitet. Darüber hinaus würden verschiedene Formen der Trauerarbeit angeboten.

„Wir hören vor allem zu, wenn Menschen zu uns kommen. Das hört sich nach wenig an, bedeutet aber sehr viel“, sagte Linda Bahr, die ebenfalls als hauptamtliche Koordinatorin für den Verein arbeitet.

Dafür brauche man vor allem den richtigen Ort. „Dass wir zum Trauern nicht in die Kneipe gehen, sollte klar sein“, sagte Christine Peikert-Baramsky. Deshalb freue man sich, dass man neutrale Anlaufstellen wie das Huder Rathaus nutzen könne.

Der Verein sei aber auch dabei, sein Angebot stetig zu erweitern. „Im November bieten wir einen weiteren Vorbereitungskurs an und würden uns freuen, wenn auch Bürger aus Hude teilnehmen“, so Bahr weiter. Darüber hinaus wolle sich der Verein künftig auch in der Kindersterbebegleitung engagieren.


Mehr Infos unter:   www.hospizkreis-ganderkesee.de 

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Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg
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