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Aktion: Demo-Lärm verhallt ohne Echo

27.07.2010

HARPSTEDT Lautstark postierten sich am Montagvormittag knapp 40 Atomkraft-Gegner vorm Wildeshauser Wahlkreisbüro der FDP-Bundestagsabgeordneten Angelika Brunkhorst aus Wohlde (Samtgemeinde Harpstedt). Mit Trillerpfeifen, Trommeln, Tröten, Rasseln und Trompete bewaffnet schlugen die Teilnehmer dieser angemeldeten Demon­stration Alarm, genauer gesagt „Atom-Alarm“.

Unter diesem Motto nämlich fand am Montag ein bundesweiter Aktionstag statt, zu dem das Kampagnen-Netzwerk „Campact“ aufgerufen hatte. So wurde in über 50 Städten vor den Wahlkreisbüros von CDU-, CSU und FDP-Abgeordneten demonstriert.

Für Wildeshausen hatte Alexander Grote aus Prinzhöfte vom Verein für Ganzheitliches Lernen die Protest-Aktion vorm Büro von Angelika Brunkhorst an der Sonnenstraße organisiert. Mit dieser Aktion wollten die Atom- kraft-Gegner Brunkhorst auffordern, sich bei Bundeskanzlerin Angela Merkel für einen Verzicht auf längere Laufzeiten für die Atomkraftwerke einzusetzen. „Wir sind gegen die Verlängerung der Atomlaufzeit und möchten das auch gerne öffentlich zeigen“, sagten Abiturientin Rebecca Remke aus Harpstedt (19) und Schülerin Nele Tänzer aus Bassum (18), die mit selbst gebastelter Rassel und Schlagzeugbecken nach Wildeshausen gekommen waren.

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Die Bundestagsabgeordnete bekam von all dem Lärm und den eigens für sie einstudierten Anti-Atomkraft-Liedern nichts mit. Ihr Büro war verschlossen, die Politikerin im Urlaub. Gerne hätten die Demonstranten, die aus dem ganzen Landkreis Oldenburg und Delmenhorst kamen, der Liberalen noch die Erklärung „Atomkraft abschalten“, die schon über 154 000 Menschen haben sollen, überreicht.

„Wir haben erst vergangene Woche über die Polizei von der Demonstration erfahren“, hieß es aus Brunkhorsts Berliner Abgeordnetenbüro. Das Wildeshauser Büro sei zurzeit lediglich mit einem jungen Mitarbeiter besetzt, der den Telefondienst übernehme. Da es ihm nicht zuzumuten gewesen sei, eine Erklärung oder Ähnliches entgegenzunehmen, sei das Büro an diesem Tag geschlossen geblieben. Alexander Grote bedauerte Brunkhorsts Abwesenheit. „Ich hätte in einem Gespräch gerne erfahren, was sie für ein Mensch ist und was zu diesem Thema in ihr vorgeht.“

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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