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BUNDESWEHR: Der Fliegerhorst wird zur Geisterstadt

26.09.2005

[SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPI AHLHORN/KD - Von Tag zu Tag wird es gespenstischer auf dem Ahlhorner Fliegerhorst. Noch rund 90 Soldaten sind vor Ort und etwa 50 bis 60 Zivilbeschäftigte, schätzte der Personalratsvorsitzende Hartmut Giese jetzt bei einem Gespräch mit ehemaligen Personalräten der Zivilbeschäftigten beim Hubschraubertransportgeschwader 64.

Die Männer, die Jahrzehnte lang in Ahlhorn arbeiteten und sich im Personalrat für ihre Kolleginnen und Kollegen einsetzten, trafen sich ein letztes Mal im Unteroffizierheim. Arnold Mädche aus Cloppenburg blickte dabei noch einmal zurück auf die Jahre, als das HTG 64 noch in Ahlhorn zu Hause war. Mit Wehmut erinnerte er an den Tag, als es hieß, die Bundeswehr werde verkleinert und das Hubschraubertransportgeschwader werde Ahlhorn verlassen. Es war eine harte Zeit für die Zivilbeschäftigten. Der Personalrat hatte mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Ältere Arbeitnehmer schieden vorzeitig aus, die Jüngeren wurden versetzt nach Diepholz, Barnstorf und an andere Standorte, wenn sie in Ahlhorn nicht mehr gebraucht wurden.

Der Abzug des HTG 64 war aber erst der Anfang. Bis zum 31. Dezember 2005 wird der Fliegerhorst ganz geräumt sein. „Dann ist hier gar nichts mehr“, so Arnold Mädche. Er kann das immer noch nicht glauben. „Die wunderbare Infrastruktur mit der Start- und Landebahn, die Flugzeughallen, das neue Wirtschaftsgebäude, die Unterkünfte“, zählt Mädche auf. Er möchte am liebsten immer noch an den Verteidigungsminister appellieren, den Platz nicht zu schließen. Diese Entscheidung aber ist unumstößlich, wie Hartmut Giese betonte. „Und es ist traurig, dass man im Moment nicht weiß, was mit den Gebäuden geschehen wird“, fügt der Personalratsvorsitzende hinzu.

Die Küche schließt bereits zum 1. Oktober. Das Unteroffizierheim schränkt seine Öffnungszeiten ein. Den Dienst an der Hauptwache versehen mittlerweile Zivilbeschäftigte der Bundeswehr. Nach 90 Jahren ist das Ende des Fliegerhorstes besiegelt. „Die Bundeswehr hat weiterhin Verantwortung für den Platz“, meint Arnold Mädche und verweist auf die Angst, die viele haben: Sollte das Areal nach dem 31. Dezember 2005 nicht weiterhin unter Bewachung bleiben, könnte innerhalb kürzester Zeit dem Vandalismus Tür und Tor geöffnet sein.

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