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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Den „tollen Job“ wieder attraktiv machen

16.08.2017

Dötlingen /Landkreis „Das Thema Pflege wird in der Zukunft wahnsinnig an Bedeutung gewinnen“, zeigt sich die heimische Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen (CDU) überzeugt. Nahezu jede Familie sei in irgendeiner Form betroffen. Viele Menschen seien in der Pflegesituation überfordert, ergänzt der Dötlinger CDU-Ratsherr Willi Niehoff. Die Unterstützungsangebote müssten daher ausgebaut werden.

Wie die Zukunft der Pflege aussehen könnte, erläuterte Ingrid Fischbach (CDU), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium. Auf Einladung Grotelüschens sprach sie am Montagabend im Dötlinger Lopshof vor Fachleuten. Zu den Teilnehmern des Kreises gehörten Margrit Haselei, Melanie Wanscheid (Norle), Egbert Ahlrichs (Betreuungsverein), Heinz Kathmann (Hospizverein Wildeshausen), Hella Einemann-Gräbert, Karl-Heinz Kröger (Berufsbildende Schulen), Anke Spille (CDU-Ratsfrau), Wolfram Specht (Senioren-Union) und die CDU-Landtagskandidatin Anne-Marie Glowienka.

Fischbach wies auf die von der Großen Koalition beschlossene einheitliche Grundausbildung für die Pflegeberufe hin, die 2020 in Kraft treten soll. Die Reform sieht eine zweijährige allgemeine Pflegeausbildung für die bisher separaten Berufsausbildungen in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege an allen Pflegeschulen vor. Danach sollen die angehenden Pfleger die allgemeine Ausbildung entweder fortsetzen, oder sich im letzten Jahr als Alten- oder Kinderkrankenpfleger spezialisieren können.

„Die Basis muss für alle gleich sein“, lobte Kröger die Reform. Fischbach zufolge sei die Ausbildungszahl in der Pflege zwischen 2001 und 2015 um 50 Prozent gestiegen. Bundesweit seien 755 000 Pflegekräfte in stationären, rund 350 000 in ambulanten Einrichtungen tätig. „Die Pflege ist ein großer Wachstumsmotor“, betonte Fischbach. Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung fehlen allerdings bis zum Jahr 2030 rund 200 000 Vollzeitstellen in der Pflege.

Die Teilnehmer der Runde bemängelten die unzureichende Wertschätzung der Pflege. Auch die Altenpflege sei „ein toller Job“, meinte Einemann-Gräbert. Es ärgere sie aber, wenn Auszubildende im Unterricht fehlten, weil sie personelle Löcher in den Einrichtungen stopfen müssten.

Um den Pflegeberuf attraktiver zu machen, werde sich die Politik mit der Personalbemessung und der Vergütungsstruktur auseinandersetzen müssen, betonte die Staatssekretärin. Dazu habe die Bundesregierung entsprechende Gutachten in Auftrag gegeben. Auch die Länder stünden in der Pflicht. Es könne nicht sein, dass Niedersachsen bei der Vergütung bundesweit an letzter Stelle stehe. Die Bezahlung habe etwas mit Respekt und Anerkennung zu tun. Glowienka mahnte, den demografischen Wandel zu berücksichtigen. Mit ihrer Bundestagskollegin Grotelüschen war sich Fischbach einig: Die in dieser Wahlperiode beschlossenen Gesetze zur Pflege seien erst der Anfang.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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