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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Grünen-Ratsherr moniert „abenteuerliche Zahlen“

21.11.2019

Dötlingen /Neerstedt Dieses Thema hat Politik und Verwaltung in der Gemeinde Dötlingen schon oft beschäftigt: chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel zur Pflege von Grün-, Sport- und Verkehrsflächen. Jetzt haben Bündnis 90/Die Grünen einen erneuten Anlauf genommen, ab 2020 komplett darauf zu verzichten, um so die biologische Vielfalt in der Natur zu schützen. Wie bei den vorherigen Anläufen folgten die anderen Mitglieder im Umwelt- und Energieausschuss aber dem Vorschlag der Verwaltung, wie bisher die Arbeiten bei den Wegen im Dorfgarten und bei der Obstbaumwiese (beide Dötlingen), der Laufbahn Neerstedt sowie beim Straßenbegleitgrün per Ausnahmegenehmigung durchführen zu lassen und auf chemisch-synthetische Mittel zurückzugreifen.

Waren es früher drei Liter Round-up, die der Bauhof einsetzte, sind es jetzt 0,5 Liter, berichtete Bauamtsleiter Uwe Kläner. Hinzu kommen 30 Gramm Forox F (Laufbahn). „Die Alternativen haben schon gefruchtet“, meinte Ditte Höfel (CDU). Der Mehraufwand bei Komplettverzicht stehe aber in keinem Verhältnis. Laut Bauhof würde der Ersatz durch mechanische Pflege 1466 Stunden Mehrarbeit bedeuten. Das ergebe einen Mehraufwand von rund 60 000 Euro im Jahr.

Dirk Orth verschlug es angesichts dieser Angaben fast die Sprache. In der Vorlage hätte deutlich sorgfältiger gearbeitet werden müssen, monierte der Grüne. „Die Kosten sind abenteuerlich“, so Orth. Zum dritten Mal habe er inzwischen eine Broschüre mit, in der die Pflege wassergebundener Wegedecken im mechanischen Verfahren beschrieben werde, klagte er. Schon jetzt gebe es Firmen, die Pflegekonzepte ohne Chemie anböten. Die Ausschussmehrheit folgte diesem Tenor nicht, ebenso wenig der Kompromissidee von Insa Huck (SPD), zunächst ein Pflegekonzept erarbeiten zu lassen.

Claus Plate (FDP) verwies auf die Positivliste der einsetzbaren Mittel. Die Alternativen dazu seien „nicht wirklich gut“. Einen kompletten Verzicht auf Pflanzenschutzmittel bezeichnete er als zu gefährlich. Da nähme man sich alle Möglichkeiten.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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