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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Mehr Geld auf mehr Schultern verteilen

28.11.2019

Dötlingen /Neerstedt Wenn es nach der Dötlinger Gemeindeverwaltung gegangen wäre, wäre alles beim Alten geblieben. Doch die Politik sieht das unisono anders und hat am Dienstagabend im Feuerwehrausschuss einstimmig für die von der Feuerwehr gewünschte Erhöhung der Aufwandsentschädigungen votiert. Unterm Strich bedeutet das Mehrausgaben von 3370 Euro und somit künftig insgesamt 18 870 Euro im Jahr. Das Besondere an der Erhöhung: Einige Führungskräfte bekommen künftig weniger Geld, um dafür mehr Kameraden für besondere Aufgaben erstmals auch eine Aufwandsentschädigung zukommen lassen zu können. Ab 2020 erhalten auch Gruppenführer sowie Zeugwarte, Schriftführer und Pressewarte auf Ortsebene eine Entschädigung gezahlt (zwischen 5 und 40 Euro im Monat).

Aufwandsentschädigung der Feuerwehren ab 2020 im Überblick

Die Aufwandsentschädigungen (Monatsbeträge) im Bereich der drei Feuerwehren Brettorf, Dötlingen, Neerstedt sollen ab 2020 wie folgt aussehen:

auf Gemeindeebene: Gemeindebrandmeister 155 Euro im Monat (minus 15 Euro gegen 2019), stv. Gemeindebrandmeister 65 Euro (minus 20), Gemeindeatemschutzwart 15 Euro (minus 35), Gemeindesicherheitsbeauftragter 10 (minus 40), Jugendfeuerwehrwart 50 Euro, Kinderfeuerwehrwart 25 Euro, Schriftführer Gemeindekommando 5 Euro (minus 20), Gemeindepressewart 20 Euro (minus 5), Gemeindekleiderkammer 12,50 Euro.

auf Ortsebene: Ortsbrandmeister 70 Euro (minus 20), stv. Ortsbrandmeister 40 Euro (minus 5), Führungskräfte wie Zug-/Gruppenführer 30 Euro (neu), Gerätewart (inklusive Stellvertreter) zwei Fahrzeuge (40 Euro (plus 5), Gerätewart (inkl. Stv.) drei Fahrzeuge 40 Euro, Atemschutzgerätewarte (inkl. Stv.) 40 Euro (plus 2,50 Euro), Sicherheitsbeauftragter 10 Euro (minus 27,50), Zeugwart 10 Euro, Schriftführer 5 Euro, Pressewart 10 Euro (alle neu).

Im Vorfeld hatten sich die Führungskräfte der Feuerwehren Brettorf, Dötlingen und Neerstedt einstimmig dafür ausgesprochen, den Verteilerschlüssel für die Aufwandsentschädigungen größer zu ziehen. Gemeindebrandmeister Heiner Ulrich erläuterte, dass die Gruppenführer eine „sehr verantwortungsvolle Aufgabe wahrnehmen“. Diese Kräfte bilden die zweite Führungsebene, übernehmen oftmals die Einsatzleitung und sind vielerorts auch für die Ausbildung zuständig. Das nehme eine Menge Zeit in Anspruch, sich fortzubilden und Schulungen wie Übungsdienste vorzubereiten. Auf Ortsebene schlugen die Führungskräfte zudem für Zeugwarte, Schriftführer und Pressewarte eine „kleine“ Aufwandsentschädigung vor, um diese Ämter entsprechend zu würdigen.

Dötlingens Ortsbrandmeister Torsten Fischer sprach auch von „einem Stück Wertschätzung“ für die Arbeit vor Ort, denn da falle sie an. Dötlingen wäre die erste Gemeindefeuerwehr, die den Kreis der Geldempfänger erweitert. Bei den Führungskräften im Landkreis sei diese Idee als „gute Sache“ bewertet worden, die es anzupacken gelte. „In Niedersachsen gibt es schon sehr viele Gemeinden, die das tun“, wusste Fischer.

Bürgermeister Ralf Spille betonte, dass er den Sinn des Antrages nicht in Frage stelle. Aber mit Blick auf das 2,5-Millionen-Defizit im Ergebnishaushalt und die Haushaltskonsolidierung in 2020 habe sich die Verwaltung gegen Mehrausgaben ausgesprochen. Die Politik folgte dieser Richtung nicht. Dirk Orth (Grüne) unterstützte den Vorschlag der Feuerwehr. Ditte Höfel (CDU) fand das Konzept „positiv“, insbesondere dass Personen, die schon etwas bekämen, auf etwas verzichten würden. Das hatte Fischer mit dem Beseitigen von „Ungerechtigkeiten“ im jetzigem System erklärt. Da gebe es auf Gemeindeebene Geld für Funktionen, zum  Beispiel beim Atemschutzwart, wo aber mehr Arbeit in der Ortswehr anfalle.

Für die FDP erinnerte Helge Vosteen an „Aufwand und Risiko“, die mit dem Ehrenamt verbunden sei. Auch er begrüßte wie der Ausschussvorsitzende Thore Güldner (SPD) den „internen Ausgleich“ innerhalb der Wehren, Güldner meinte, dass der Mehraufwand bei vielen Ämtern zeige, dass etwas getan werden müsse.

Bürgermeister Spille sagte am Ende, dass er alle Argumente nachvollziehen könne. Angesicht der einmütigen Stimmung in der Politik wandelte er die Vorlage in eine positive Empfehlung der Erhöhung um.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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