• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Warnung vor schlechterer Finanzlage

15.02.2019

Dötlingen /Neerstedt  Der Schul- und Kulturausschuss ist am Dienstagabend der erste gewesen, der sich mit den Ansätzen für den Haushalt 2019 der Gemeinde Dötlingen öffentlich beschäftigt hat. Bürgermeister Ralf Spille nutzte das für einen generellen Einstieg zur Finanzlage. Er ließ keinen Zweifel daran: Die Verwaltung rät zur Zurückhaltung bei den Ausgaben, da sich die Kassenlage in der schuldenfreien Kommune verschlechtert.

Bei den laufenden Einnahmen und Ausgaben, die im Ergebnishaushalt dokumentiert werden, hat Dötlingen schon seit längerem ein Minus zu beklagen. „Wir haben ganz große Schwierigkeiten, den Ergebnishaushalt auszugleichen“, erläuterte Spille. Das liegt unter anderem an den hohen Abschreibungen. Derzeit wird mit einem Minus von rund 962 000 Euro für das laufende Jahr geplant.

Viele Projekte

Ausgeglichen wurde dieses Defizit in den Vorjahren durch den Griff in die Ersparnisse. Die allerdings sind endlich, wie Spille mit seinem Kommentar zum Finanzhaushalt klar machte. „Wenn wir alle Projekte, die wir in der Pipeline haben, umsetzen, sind wir schlagartig in Richtung Null und darüber hinweg“, sagte er. Im aktuellem Entwurf wird mit Einnahmen von 4,575 Millionen Euro kalkuliert, aber mit investiven Ausgaben von 7,845 Millionen Euro. Damit würde ein Minus von 3,27 Millionen Euro bleiben.

Im Bereich der beiden Grundschulen werden die Vorjahresansätze beibehalten. Dass mit Verweis auf die Haushaltslage insgesamt 6600 Euro für Schränke an der Grundschule Neerstedt in das Jahr 2020 geschoben werden sollen, blieb unkommentiert.

Beim nicht berücksichtigten Antrag der Grundschule Dötlingen auf den Kauf von sechs Dokumentenkameras (3900 Euro) hakte FDP-Ratsherr Eckehard Hautau aber ein. „Da bin ich ein bisschen enttäuscht“, sagte er. Schließlich habe man doch ein Medienkonzept beschlossen. Bei derzeit einer vorhandenen Kamera seien Schäden vorhersehbar, so durch Transport. Die Verwaltung entgegnete, dass zuerst mit dem vorhandenen Material gearbeitet werden solle. Die Schule sei gut ausgestattet, die Umsetzung des Medienkonzeptes laufe. Nur Hautau votierte für sechs Kameras, alle anderen lehnten es ab.

Zuschuss kappen

Im Kulturbereich wurde die Streichung von 2500 Euro pro Jahr für den Erwerb von Kunstgegenständen zur Kenntnis genommen. Dagegen gab es über die Veränderung bei den Zuschüssen zur Reetdachsanierung eine kurze Aussprache. Hier sind für 2019 15 000 Euro statt bisher 10 000 Euro im Jahr vorgesehen. Die Erhöhung begründet die Verwaltung mit der erhöhten Anzahl an Anträgen, die bereits vorliegen.

Ab 2020 soll das Zuschussprogramm aber dann komplett eingestellt werden. „Das ist eine absolut freiwillige Leistung. Da müssen wir nichts machen“, sagte der Bürgermeister angesichts der Nachfragen von Ausschussmitgliedern, so Ditte Höfel (CDU). Wenn die Politik doch wieder Geld für Reetdächer im Jahr 2020 einstellen wolle, könne das bei Beratungen in diesem Herbst für den nächsten Haushalt geschehen. Damit konnten sich alle Ausschussmitglieder anfreunden.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
Rufen Sie mich an:
04431 9988 2702
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.