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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Beim Pflanzenschutz guten Beispielen folgen

16.11.2018

Dötlingen Für den kompletten Verzicht auf Pflanzenschutzmittel hat es jüngst im Umwelt- und Energieausschuss der Gemeinde Dötlingen keine Mehrheit gegeben. „Das bedauern wir sehr“, heißt es in einer Stellungnahme der Grünen-Fraktion. Gabriele Roggenthien und Dirk Orth halten diese Entscheidung für unverständlich. Denn die Gemeinde investiere mit der Anschaffung eines thermischen Heißluftgeräts „in ein Verfahren, das auch auf den Wegen und Flächen eingesetzt werden könnte, für die es bisher auf Antrag der Gemeinde eine Sondergenehmigung für den Einsatz von Pflanzenschutzmittel gibt“, so Orth. Auf diesen Ausnahme-Antrag könnte mit wenig Mehraufwand verzichtet werden „und damit auch gänzlich auf Pflanzenschutzmittel“, so Orth.

Die Grünen erinnern daran, dass in immer mehr Städten und Gemeinden – so auch in Hatten und Großenkneten – vorbildlich auf den Einsatz von Giften verzichtet werde. In Dötlingen allerdings gehe es Vertretern von CDU, SPD und FDP darum, „ob 3 Liter Spritzmittel vertretbar sind oder nicht“, ärgert sich Orth. „Es geht doch gar nicht um die ausgebrachte Menge Pflanzenschutzmittel, sondern dass Dötlingen dem gutem Beispiel anderer Gemeinden folgt“, so Orth weiter. „Der Rückgang an Insekten und der auf die Insektenvielfalt angewiesenen heimischen Tierwelt ist fast täglich Thema in den Medien“, erläutert Roggenthien. „Abgesehen von der kontrovers geführten Diskussionen, ob Pflanzenschutzmittel für Menschen gesundheitsgefährdend sind, gilt der direkte und indirekte Zusammenhang zum Insektensterben als unbestritten“, meint die Ratsfrau.

„Seit vielen Jahren setzt sich der Arbeitskreis Blühflächen quer durch alle Interessensvertretungen für den Biodiversitätserhalt zum Beispiel im Dorfgarten Dötlingen ein. Das sollte dann auch in Politik und Verwaltung konsequenter gelebt werden und nicht als Fassade dienen“, schreibt Orth.

„Statt an besonders sensiblen Orten wie dem Dorfgarten oder auf dem Sportplatz zur Giftspritze zu greifen, sollten wir uns lieber fragen, wie ,ordentliche’ Wege und Plätze aussehen müssen und zum Schutz von Mensch und Natur um mehr Toleranz in der Bevölkerung werben“, fordert Roggenthien.

„Wege mit fließenden Übergängen statt schnurgeraden Kanten, Gräser und Kräuter auf öffentlichen Flächen: Ein Mix aus intensiver und extensiver Pflege kann schön aussehen, den Erlebniswert steigern und einen Beitrag zu mehr Biodiversität darstellen. Die Frage der Qualität stellt sich also heutzutage von ganz anderer Seite“, ist die Ratsfrau sich sicher.

Eine weitere Möglichkeit, im kommunalen Bereich auf Pflanzengifte zu verzichten, bestehe darin, das Thema „Wildkrautbewuchs“ schon bei der Planung von versiegelten Flächen zu berücksichtigen, indem zum Beispiel pflegeleichte Wegebeläge ausgewählt werden, Beete naturnah mit robusten, trocken- und krankheitsresistenten Pflanzen gestaltet werden“, ergänzt Orth.

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