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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

INTERVIEW: „Eigentlich ist er ein normaler Mensch“

31.01.2006

Wilke Held (15, Hundsmühlen) und Benedikt Sanders (16, Streekermoor) begleiteten eine Woche lang den FDP-Landtagsabgeordneten Christian Dürr. Die GAG-Schüler lernten viele Politiker kennen.

Von Werner Fademrecht

Frage: Wie arbeitet es sich denn so als Politiker?

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Sanders: Vor allem unheimlich viel am Telefon. Aber ist ja klar, dass Christian den Kontakt zu seinen Mitarbeitern im Wahlkreis-Büro halten muss.

Held: Ich hätte schon gedacht, dass ein Politiker noch mehr am Schreibtisch sitzt, aber stattdessen ist man wirklich sehr viel unterwegs.

Frage: Zum Beispiel?

Held: Am Freitag, unserem ersten Tag, wurden wir morgens in Oldenburg von der Schule abgeholt, dann ging‘s nach Hannover zum Arbeitskreis Umwelt und hinterher in den Umweltausschuss. Sonntag waren wir beim Neujahrsempfang in Ganderkesee, Dienstag und Mittwoch zur Fraktionssitzung und Plenarwoche in Hannover, Donnerstag auf dem Energiekongress der Liberalen in Berlin...

SAnders: Dann noch die beiden parlamentarischen Abende mit den Unternehmer- und Landschaftsverbänden. Das war ganz schön anstrengend.

Held: Stimmt.

Frage: Herr Dürr, wie wird man eigentlich Praktikant eines Landtagsabgeordneten?

Dürr: Der niedersächsische Landtag hat ein eigenes Programm aufgelegt, das Schülern diese Möglichkeit geben soll. Für mich war es das erste Mal, dass ich Praktikanten hatte. Ich kann nur sagen, die Zeit mit Wilke und Benedikt war auch für mich sehr lehrreich.

Frage: Was lernt denn ein Landtagsabgeordneter von einer solchen Woche? Sie sind ja vom Alter noch relativ dich beisammen.

Dürr: Richtig, ich bin mit 28 Jahren zurzeit der drittjüngste Abgeordnete im niedersächsischen Landtag. Obwohl, wenn man sich klar macht, dass die beiden erst nach dem Fall der Mauer geboren worden sind... Das ist schon eine andere Generation. Beim Beantworten ihrer Fragen war ich gezwungen, über Dinge nachzudenken, die sonst automatisch ablaufen. So musste ich mir immer wieder bewusst machen, was und wieso ich Dinge in meinem Beruf als Landtagsabgeordneter mache.

Held: Man versteht nicht immer viel, was die Politiker so tun und sagen, deshalb waren die Plenarsitzungen, auf die wir uns am meisten gefreut hatten, rückblickend betrachtet eher weniger interessant. Die Termine, bei denen wir mit Menschen ins Gespräch kommen konnten, waren da viel spannender.

Frage: Was waren denn die beeindruckendsten Momente?

Sanders: Wir haben Guido Westerwelle in Berlin beim Energiekongress im Thomas-Dehler-Haus getroffen, das war schon cool.

Held: Wir standen da bei ihm – seine Leibwächter waren auch ganz nah. Er hat uns gefragt, wie lange wir noch zur Schule gehen und solche Sachen.

Sanders: Eigentlich ist er ein ganz normaler Mensch.

Frage: Habt ihr noch andere Politiker erkannt?

Sanders: Ministerpräsident Christian Wulff ist einmal an uns vorbei in den Landtag gehetzt. Von der FDP haben wir noch Verkehrsminister Walter Hirche, Fraktionschef Philipp Rösler und die Bundestagsabgeordnete Angelika Brunkhorst kennen gelernt.

Held: Ich hab’ den Landwirtschaftsminister im Landtag auf der Toilette getroffen.

Frage: Was beweist, Politiker sind halt auch nur Menschen. Könntet Ihr euch vorstellen, später selber einmal als Politiker zu arbeiten?

Held: Gewählt zu werden, kann man schlecht planen. Aber wenn, dann nur in der richtigen Partei.

Frage: Welche wäre das denn? Nicht die FDP?

Held: Das kann ich gar nicht sagen. Ich meine nur, dass die eigenen Überzeugungen und das Parteiprogramm zueinander passen müssten.

Sanders: Ich glaube, mir würde eher der Job eines Referenten liegen, der den Politikern zu bestimmten Sachthemen zuarbeitet.

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