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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

GILDE: „Ein verantwortungsvolles Amt“

07.05.2008

WILDESHAUSEN Wenn die Mitglieder der Schützengilde am Dienstag nach Pfingsten durch die Stadt ziehen, dann hat jemand seine Arbeit schon längst aufgenommen. Die Rede ist vom Schützenboten Gerd Tschöpe. Seit mehr als zwölf Jahren hat er diesen Posten inne und trägt Jahr um Jahr eine große Verantwortung. Tschöpe ist unter anderem für das Entgegennehmen und Aushändigen der Schafferkette sowie für die Aufbewahrung der Königskette zuständig.

Aber auch sonst ist der 66- jährige Schützenbote während des Gildefestes ständig unterwegs: Vor dem Zapfenstreich und dem Fackelumzug muss er die Fahnen rechtzeitig bereithalten und nach Beendigung wieder in Empfang nehmen. Wiederum nach dem Gildefest muss Tschöpe die Fahnen vom Fähnrich abholen und sorgfältig im Rathaus aufbewahren. Im Offiziersraum sorgt er zusammen mit seiner Lebensgefährtin Doris Hauth und mit Werner Maas für die entsprechende Bewirtung.

Das Aushändigen des Eichenlaubes an die Offiziere gehört ebenfalls zu Tschöpes Aufgaben. „Doch dieses Jahr muss auf Künstliches zurückgegriffen werden“, sagt er, „denn die Blätter aus der Natur sind aufgrund der frühen Pfingsttage und dem somit vorgezogenen Gildefest, witterungsbedingt noch nicht groß genug.“

Nach dem Königsschießen im Krandel und der Krönungszeremonie trägt der Schützenbote den abgeschossenen Papagoy auf einem Gewehr durch die Stadt. Erst im Lokal des Königskompanie, diesmal die Gaststätte Wolters, erhält der König seine Trophäe.

Beim Kinderschützenfest am Sonnabend nach Pfingsten, ist Tschöpe für das Aushändigen der Kinderkönigskette an den Kinderschützenkönig verantwortlich. An diesem Tag steht er außerdem für kleine Reparaturen defekter Armbrüste zur Verfügung. Das allerdings gehöre nicht zu den eigentlichen Aufgaben des Schützenbotens, sagt Tschöpe. „Das mache ich nebenbei, quasi als Vor-Ort Service für die Kinderschützen.“ In seiner Freizeit baut er diese Armbrüste und Bolzen und bietet sie den Eltern zum Kauf an. „Ich wollte damals gleiche Voraussetzungen beim Schießen schaffen“, erklärt er sein Hobby.

Der gelernte Maschinenbaumeister und spätere Statistiker ist seit 1964 in der Gilde. Seine beiden Söhne, Marco und Arne, sind ebenfalls seit langer Zeit dabei. Wenn er gesund bleibt, will Tschöpe das Amt des Schützenboten noch bis zum 70. Lebensjahr ausüben.

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