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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Grünland wird noch kein Bauland

02.02.2019

Elmeloh /Ganderkesee Elmeloh soll wachsen, moderat, aber konstant, darin sind sich Politik und Verwaltung sowie der Heimat- und Ortsverein Elmeloh-Almsloh einig. Darum schien die Planung eines neuen, nicht zu großen Baugebietes im Bereich Elmeloher Straße/Am Holz, für das es auch schon einen Investor gibt, ein Selbstläufer zu sein – war es dann aber doch nicht: Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung machte am Donnerstagabend mit großer Mehrheit weiteren Beratungsbedarf geltend.

In Frage gestellt wird die Planung für das rund fünf Hektar große Gebiet – gut die Hälfte davon ist schon bebaut – durch sogenanntes „mesophiles Grünland“. Dabei handelt es sich um standorttypische, artenreiche Weideflächen. Und die gibt es genau an der Stelle. Seit einigen Jahren fällt mesophiles Grünland unter das Naturschutzgesetz, allerdings nur besonders artenreiches ab einer bestimmten Mindestfläche.

Kein Wort in der Vorlage

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Eine schöne Vorlage

Die Frage, ob das Grünland in dem geplanten Elmeloher Baugebiet schützenswert ist, konnte im Ausschuss am Donnerstag nicht geklärt werden – daher der Beratungsbedarf. Besonders Sprecher der kleineren Fraktionen ließen aber ihren Unmut darüber erkennen, dass die ökologische Bedeutung des Areals in der Beschlussvorlage der Verwaltung gar keine Rolle spielte. „Das ist eine Farce“, schimpfte Thorsten Busch von den Unabhängigen Wählern (UWG). Und selbst CDU-Fraktionschef Ralf Wessel, der zunächst ausdrücklich die Schaffung weiteren Wohnraums befürwortete, fand es „ein bisschen unglücklich, dass in der Vorlage auf die vorhandenen Strukturen nicht eingegangen wird“.

Zusätzliche Verärgerung provozierte Peter Meyer, im Rathaus für die Gemeindeentwicklung zuständig, mit der Bemerkung, man könne an anderer Stelle ökologische Ausgleichsflächen anlegen, wenn das Baugebiet realisiert werden solle. „Wollen wir wirklich intakte Natur kaputt machen, um sie anderswo neu zu erschaffen“, fragte Arnold Hansen (Freie Wähler) in die Runde. „Das widerspricht dem gesunden Menschenverstand!“

Dr. Volker Schulz-Berendt von den Grünen verwies auf das nahegelegene Baugebiet an der Agnes-Miegel-Straße, wo auch schon mesophiles Grünland „plattgemacht“ worden sei. Ins gleiche Horn stießen die Vertreter der FDP: „Für uns kommt ein Baugebiet an dieser Stelle nicht in Frage“, sagte Marion Daniel und Hans-Jürgen Hespe kann sich höchstens eine Hinterbebauung der Grundstücke an der Elmeloher Straße vorstellen. Allein die vier SPD-Ausschussmitglieder äußerten keine Bedenken. Ihr Sprecher Rolf Oetken hob die Notwendigkeit hervor, auch kleinere Baugebiete vorzuhalten.

Ortsverein drängt

Reinhard Siemer, Vorsitzender des Heimat- und Ortsvereins, bedauert die Verzögerung. „Das war doch alles bekannt, man beschäftigt sich schon so lange mit dieser Fläche“, sagte er nach der Sitzung. „Es ist auch für den Eigentümer schwierig, wenn er so lange hingehalten wird.“ Elmeloh brauche weiterhin Baugrundstücke, so Siemer. Wenn diese in dem ins Auge gefassten Gebiet nicht möglich seien, könne er sich eine Bebauung im Umfeld des Netto-Marktes vorstellen oder auch an der Elmeloher Straße, wo zwischen dem Kreisel und der Einmündung Zum Domskamp Flächen zu haben seien.

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Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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