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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Erste Erfolge für Behinderte

17.07.2017

Hatten /Oldenburg In Krasnodar (Russland) hat kürzlich die 14. Deutsch-Russische Städtepartnerkonferenz stattgefunden. Das Motto der internationalen Veranstaltung, „Kontakte knüpfen - Projekte anstoßen - Vertrauen stärken“, ließ über 600 Vertreter aus deutschen und russischen Kommunen und Städten, aus der Wirtschaft und aus Bürgerorganisationen in die Region im Süden Russlands kommen.

Als Teilnehmer darunter: die Hatter Helmut Hinrichs und Siegfried Dose von der Gesellschaft Deutschland-Russland/Dagestan sowie Marianne Vieler-Bargfeldt (Gemeinde Hatten). Weitere Vertreter aus der Region waren Steffen Trawinski von der Stadt Oldenburg und Dragos Pancescu vom Kreistag des Landkreises Wesermarsch.

Regionales Wachstum

Die Themen des Treffens drehten sich vor allem um die wirtschaftliche Entwicklung und Motoren regionalen Wachstums, aktuelle Herausforderungen sowie Zusammenarbeit und Dialog. Ein besonderer Fokus lag mit Blick auf die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland auf dem Sport als Möglichkeit, mit Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu treten. Am Rande der Tagung traf sich die Delegation unter anderen mit dem stellvertretenden Bürgermeister aus Machatschkala, Alkhasov Zapir Mukhtarovich.

Über das praktische Umsetzen von Inklusion und Teilhabe von Menschen mit geistigen Behinderungen am Beispiel der Städtepartnerschaft Oldenburg/Hatten und Machatschkala berichteten der Aufsichtsratsvorsitzende der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg (GWO) Helmut Hinrichs, Sandkrug, und die Vorsitzende der Organisation zur Förderung von Menschen mit Behinderungen „Leben ohne Tränen“, Aishat Gamzaeva aus Machatschkala. Machatschkala wurde dabei durch den stellvertretenden Bürgermeisters Zapir Alkhasov vertreten.

Aishat Gamzaeva berichtete auf der Städtepartnerkonferenz in Krasnodar über erste Erfolge in Machatschkala. Dazu gehören die Planung eines Cafés an der Universität in Anlehnung an das Oldenburger Café Kurswechsel, die Einrichtung einer Wohnung für Invaliden, die Bereitstellung eines Grundstück zum Bau einer Behindertenwerkstatt durch den Oberbürgermeister sowie die Bereitstellung von staatlichen Mitteln für die Beratung von betroffenen Familien.

Wichtiges Zentrum Russlands

Krasnodar ist eine russische Großstadt mit rund 830 000 Einwohnern (Stand: 2015). Sie ist Hauptstadt der gleichnamigen Region Krasnodar und eines der wichtigsten Zentren Südrusslands.

Krasnodar ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort, beheimatet einige der erfolgreichsten Sportvereine Russlands und ist Sitz mehrerer Universitäten, Theater und Museen (Quelle: Wikipedia).

Helmut Hinrichs und Aishat Gamzaeva zogen auf der Konferenz gemeinsam das Fazit, dass die fünfjährige Zusammenarbeit Früchte zum Wohle von Menschen mit geistigen Behinderungen in Machatschkala getragen hat und der Erfahrungsaustausch fortgesetzt werden soll und die Hospitation von Fachkräften aus Machatschkala in Oldenburg und Hatten als weiteres Ziel angestrebt wird.

„Leben ohne Tränen“

GWO-Aufsichtsratsvorsitzender Hinrichs, der auch Vorsitzender der Gesellschaft Deutschland-Russland/Dagestan in der Region Oldenburg (GDRD) ist, und die Vorsitzende der Organisation „Leben ohne Tränen“ hatten erstmals im November 2012 gemeinsam mit dem GWO-Vorstand Gerhard Wessels auf einer deutsch-russischen Initiativkonferenz zum Thema „Für die Rechte von Menschen mit geistigen Behinderungen“ in der nordrussischen Stadt Pskov zusammengefunden und pflegen seit dieser Zeit einen regen Informationsaustausch. Auf einer Folgekonferenz im November 2014 in Wladimir wurden Erfahrungen über die aktuelle Situation in den Partnerstädten ausgetauscht und konkret der Besuch einer Delegation aus Machatschkala in Oldenburg und Hatten für Mai 2015 vereinbart.

Beim Besuch der Delegation im Mai 2015 mit Aishat Gamzaeva an der Spitze standen unter anderem neben Empfängen in den Rathäusern von Oldenburg und Hatten die Besichtigung der GWO-Werkstätten in Oldenburg und Sandkrug sowie praktische Beispiele von Inklusionseinrichtungen im Mittelpunkt. Als Inklusionsprojekte (Beschäftigung von Menschen mit und ohne Behinderungen) wurden u.a. gezeigt das KaDeWe (Kaufhaus der Werkstätten), das Café Kurswechsel in der VHS und die Kantine Machbar in der Agentur für Arbeit. Die Delegation aus Machatschkala machte sich mit vielen Eindrücken und dem Wunsch, einiges davon auch umzusetzen, zurück in das 4000 km entfernte Machatschkala im Nordkaukasus.

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