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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Gedenkfeier: „Hätte ich geschwiegen? “

29.01.2018

Falkenburg Seit 1996 wird der 27. Januar in Deutschland als staatlicher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Der damalige Bundespräsident Roman Herzog hatte angeregt, den Tag der Befreiung des Konzentrationslagers (KZ) Auschwitz zur Erinnerung an die schrecklichen Verbrechen des Dritten Reiches festzulegen.

Auch der SPD-Unterbezirk Oldenburg-Land nahm diesen Tag zum Anlass, mahnend an die Verbrechen der Nazidiktatur zu erinnern. An der Gedenkfeier am Samstagnachmittag im Flett des Dorfparks Falkenburg (früher Lutherstift) nahmen rund 40 Besucher teil.

Hier vor der „zerrissenen Wand“, einem Kunstwerk des Künstlers Hartmut R. Berlinicke aus Wildeshausen, der ebenfalls an der Gedenkfeier teilnahm, legten der SPD–Landtagsabgeordnete Axel Brammer sowie Dr. Norbert Boese, Vorsitzender des Freundes- und Förderkreises der Jüdischen Gemeinde in Delmenhorst, einen Kranz nieder. Die erste Gedenkfeier hatte der SPD-Ortsverein Ganderkesee 2016 initiiert. Im vergangenen und auch in diesem Jahr hatte der SPD-Unterbezirk eingeladen.

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Vor der Kranzniederlegung erinnerten Brammer und Boese an die grausamen Verbrechen des Dritten Reiches. „Ich habe mich immer gefragt: Wie hätte ich reagiert?“, sagte Brammer „Hätte ich geschwiegen? Wäre ich mit dem Strom mitgeschwommen?“ Ihn beunruhige, dass heutzutage jüdische Gräber geschändet werden und Politiker an die Macht kommen, die Fremdenhass verbreiten.

Dr. Norbert Boese erinnerte an Opfer aus der Region. So auch an Fritz Alexander und seine Frau Sarah aus Ganderkesee, die im KZ Theresienstadt ermordet worden waren. Auch zwei ihrer drei Kinder waren den Nazis zum Opfer gefallen. Der 27. Januar solle nicht nur an die schrecklichen Taten erinnern, sondern auch ein Tag für Toleranz und Miteinander sein.

Hartmut R. Berlinicke erläuterte am Samstagnachmittag sein Kunstwerk, das einen Stein aus dem Krematorium Nummer 5 des KZ Auschwitz-Birkenau enthält. „Für mich ist das jedes Mal wieder beklemmend, vor dieser Wand zu stehen“, sagte Axel Brammer. „Es darf nie wieder geschehen, dass wir Hass gegen einzelne Bevölkerungsgruppen zulassen.“

Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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