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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Nachfolge: Feuerwehr Beckeln muss nachsitzen

26.03.2016

Beckeln Die Freiwillige Feuerwehr Beckeln tut sich schwer, einen neuen Ortsbrandmeister zu wählen. Das wurde spätestens am Gründonnerstagabend klar, als während der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Beneking eigentlich ein Nachfolger für Ortsbrandmeister Werner Bahrs gekürt werden sollte.

Bahrs ist noch bis zum 31. Mai 2016 Ortsbrandmeister. 2017 erreicht er die Altersgrenze. Zeit, einen Nachfolger für ihn zu wählen. Das Ortskommando schlug deshalb den bisherigen stellvertretenden Ortsbrandmeister Dieter Spreen vor. Auf Nachfrage an die Versammlung kamen keine weiteren Vorschläge. Laut Satzung musste geheim gewählt werden. Alles schien Routine.

Doch dann verkündete Samtgemeindebrandmeister Günter Wachendorf das Ergebnis. Von den 50 Stimmberechtigten votierten 25 gegen den Vorschlag, 15 dafür und zwölf enthielten sich. „Damit habt ihr keinen Ortsbrandmeister gewählt. Wir sehen uns in vier Wochen wieder“, sagte Wachendorf in die Runde. Kopfschüttelnd, vor allem aber auch betroffen, ergriff Werner Bahrs nur zögerlich das Wort. „Ich bin sprachlos. Damit ist auch die Wahl der folgenden Positionen hinfällig“, sagte der Ortsbrandmeister und leitete zunächst eine zehnminütige Pause ein.

Wie der stellvertretende Kreisbrandmeister Claus Stolle auf Nachfrage erklärte, könne er sich an einen derartigen Vorfall in der Kreisfeuerwehr nicht erinnern. „Es ist wohl mal knapp ausgegangen, dann aber mit mehreren Kandidaten.“ Das konnte Wachendorf nur bestätigten.

„Was hier passiert ist, hat Dieter nicht verdient“, erklärte Bahrs nach der Pause. Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse in seinem Grußwort dazu: „Das hier ist heute zwar Demokratie, aber ich schließe mich voll den Worten Werner Bahrs an.“ Gleichzeitig traute er der Wehr zu, in der nächsten Sitzung die Nachfolge zu lösen. Nur dürfe nicht noch mehr Porzellan zerbrochen werden, forderte Wöbse.

Bürgermeister Heiner Thöle optimistisch: „Im Dorf packen letztendlich immer alle an. Ich bin sicher, es kommt wieder in die richtige Richtung.“ Stellvertretender Kreisbrandmeister Stolle äußerte die Hoffnung, die Wehr werde sich wieder zusammenraufen. Sichtlich verärgert zeigte sich Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Peter Sparkuhl. „Ein anderer Vorschlag hätte kommen müssen. So etwas habe ich in 47 Jahren Feuerwehr noch nicht erlebt.“

Zuvor hatte Ortsbrandmeister Bahrs an acht Brandeinsätze und zwei Hilfeleistungen in seinem Bericht erinnert. Dieter Spreen sprach von 2115 geleisteten Stunden und einer guten Ausrückzeit von drei bis vier Minuten.

Geehrt wurden Erich Masemann für 65 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr, Friedhelm Wilke und Helmut Stelter für 50 Jahre sowie Kristina Sander, Manfred Kück, Torsten Bahrs und Volker Bahrs für 25 Jahre Treue.

Das silberne Ehrenzeichen erhielt Johann Bars für den Übertritt in die Altersriege.

Befördert wurde Frank Bollhorst zum Oberbrandmeister, Markus Brand zum Oberlöschmeister, Ralf Hobbensiefken zum Hauptlöschmeister, Peter Wehder zum ersten Hauptfeuerwehrmann, Patric Erdmann zum Hauptfeuerwehrmann, Sebastian Otte und Jonas Gralheer zum Oberfeuerwehrmann und Marius Kück zum Feuerwehrmann.

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