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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Flüchtlingswelle erreicht das Vereinsleben

24.09.2015

Ganderkesee Immer mehr Flüchtlinge kommen in Ganderkesee an – immer weniger Wohnraum steht für sie zur Verfügung. Diese dramatische Entwicklung betrifft zunehmend auch die Vereinskultur in der Gemeinde: „Das ist ein Einschnitt in das soziale Leben im Ort“, kommentiert etwa Reinhard Siemer, Vorsitzender des Heimat- und Ortsvereins Elmeloh-Almsloh, die Ankündigung der Verwaltung, im Dorfgemeinschaftshaus in Elmeloh Asylbewerber unterzubringen.

„Das Haus wird stark frequentiert“, erklärt Siemer. Für Mal-, Gesangs- und Kinder-Gruppen würden nun neue Treffpunkte gebraucht. Möbel, Geschirr und sonstiges Zubehör für Veranstaltungen müsse auf die Schnelle ausgeräumt und anderswo untergebracht werden. Für den Ortsverein, so Siemer, stellen sich auch Fragen wie diese: „Wo können die Kinder demnächst beim Laternenumzug auf die Toilette gehen?“ Siemer äußert Verständnis für die Notlage der Gemeinde, hätte sich jedoch andere Lösungen gewünscht: „Warum wird nicht stattdessen ein weiteres Zelt aufgebaut?“

Das eine Zelt allerdings, das im Stadion am Habbrügger Weg in Ganderkesee errichtet werden soll (die NWZ  berichtete), bringt schon andere Vereine in Schwierigkeiten: Die Leichtathletik-Gemeinschaft LGG ist auf die Trainingsmöglichkeiten im Stadion angewiesen, auch der TSV Ganderkesee muss für diverse Fußballmannschaften Alternativen suchen.

Ebenso betroffen ist der Schwimmverein Ganderkesee (SVG): „Wir werden in den nächsten Monaten Einschränkungen hinnehmen müssen“, weiß Vorsitzende Annegret Bahr – das Schwimmerheim am Heideweg soll bis Anfang Oktober für die Bedürfnisse der Gemeinde freigemacht werden. Nur sein Büro wird der Verein am Heideweg behalten. Für Treffen und Veranstaltungen wurden dem SVG Räume in der Oberschule zugewiesen. Annegret Bahr lobt die Unterstützung durch die Verwaltung und ist überzeugt: „Wir schaffen das.“

Auf Hilfe der Verwaltung hofft auch der Orts- und Verkehrsverein Schönemoor, dem das Gemeindehaus in Horst künftig nicht mehr zur Verfügung steht. „Wir werden obdachlos“, sagt Vorsitzender Harm Ehlers. Wo es Ersatz geben kann, weiß er noch nicht. „Wir müssen abwarten.“

Umdisponieren muss ebenso die regioVHS: In kommunalen Räumen, die nun für Flüchtlinge vorgesehen sind, wurden bisher Kurse angeboten. „Wir haben aber zufriedenstellende Lösungen gefunden“, teilt VHS-Leiter Rolf Schütze mit. Sie würden in Kürze bekanntgemacht.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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