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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Ehrenamtliche Deutschlehrer: Damit sich Gast und Gastgeber verstehen

19.06.2015

Ganderkesee Einen Moment muss Amjad Khzam überlegen und liest das deutsche Wort von links nach rechts, dann schreibt er, von rechts nach links, das syrische Wort für Erdbeere an die Tafel. An einer anderen Stelle vollführt Hussein Hassan eine ähnliche Übung, nur muss er sich Zahlen merken. Seit Anfang des Jahres gibt es dienstags um 16.30 Uhr und mittwochs um 17 Uhr einen Deutschkursus für Flüchtlinge im Umweltzentrum Hollen. Dieser wird momentan von Jonas Hofmann, Matthias Zielesny und Christa Lingenau betreut – und zwar ehrenamtlich.

„Es macht mich sehr glücklich, den Leuten hier helfen zu können, denn das macht sie auch glücklich“, findet der 20-jährige Hofmann. Er spüre ständig Dankbarkeit, „Deutsch zu lernen ist etwas Großes für sie“. Denn: Deutschkurse gibt es für Asylbewerber eigentlich erst, nachdem der Status geklärt wurde – das kann derzeit rund zehn Monate dauern.

„Ich muss zehn Monate warten und habe hier keinen Kontakt mit Deutschen. Das ist nicht gut“, beschwert sich Amjad Khzam in seinem bisher gelernten Deutsch. Er lebt mit den anderen Kursteilnehmern in der einzigen Sammelunterkunft der Gemeinde neben dem Umweltzentrum. Die Unterbringung sei nicht optimal, vieles sei kaputt. Auch Sepan Lawand hat so seine Probleme mit der Situation: „Ich würde auch umsonst arbeiten, nur um Deutsch zu lernen“. Der nun angebotene Deutschtreff sei endlich eine Beschäftigung, ein Weg zur Weiterbildung. „Sobald ich jetzt Probleme habe, sage ich Bescheid und mir wird geholfen“, freut sich der studierte Computersystementwickler Lawand.

Jonas Hofman absolviert seinen Bundesfreiwilligendienst im Umweltzentrum Hollen, Matthias Zielesny ist Fallmanager im Jobcenter Bookholzberg. „Ich habe im Jobcenter gesehen, dass viele Flüchtlinge hier nichts zu tun haben. Also wollten wir helfen“, erklärt Zielesny. Deutsch zu sprechen, mit Worten und Zahlen umzugehen und das Alphabet zu beherrschen, bringe den Neuankömmlingen einen enormen Vorteil und vertreibe ihnen dazu die Zeit. „Wir spielen manchmal auch Lern-Memory oder Konsolenspiele“, sagt Hofmann. Am liebsten würden die Ehrenamtlichen den Unterricht täglich anbieten, der Bedarf bei den Flüchtlingen sei da, doch dafür brauche man mehr Unterstützung.

Bürger mit ein wenig Zeit und Lust, sich in irgendeiner Weise einzubringen, können sich an das Umweltzentrum Hollen, Holler Weg 35, unter Telefon 04223 / 950 56 oder E-Mail buero@ruzhollen.de wenden.


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Sascha Sebastian Rühl Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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