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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Bauvorhaben werden deutlich teurer

07.09.2018

Ganderkesee /Bergedorf Mit einem lauten „Puh!“ quittierten einige Mitglieder des Ausschusses für Straßen und Verkehr das Salz, das Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung, in die Suppe „Bauvorhaben“ kippen musste. Denn: Die geplanten Sanierungen im Bereich Dürerstraße werden teurer – und auch der Radweg entlang der Straße „Ohe“.

Die gute Nachricht für die Anwohner der Dürer-, Rembrandt- und Rubensstraße sowie des Nordwegs und der Straße „Am Schießstand“ in Ganderkesee: Durch die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung werden die Anlieger an den Sanierungskosten für bereits ausgebaute Straßen nicht beteiligt. So steht die Gemeinde Ganderkesee nun allein vor den Kosten, die nach ersten Schätzungen um 634 000 auf rund 1,879 Millionen Euro steigen werden. Der Grund: Die bisherige Asphaltdecke muss wegen Belastungen aufwendig entsorgt werden.

„Das ist jetzt aber die Berechnung für den schlimmsten Fall“, betonte Meyer. Man könne noch nicht sagen, ob die komplette Asphaltdecke oder nur Teile belastet seien. Dies habe sich erst am Freitag vergangener Woche ergeben, deswegen wurden auch die Ausschussmitglieder mit dieser Entwicklung erst in der Sitzung konfrontiert.

Einstimmiges Votum

Auch die Schäden an der Kanalisation seien noch nicht abschließend geklärt, so dass zu den hier entstehenden Kosten ebenfalls noch keine Angaben gemacht werden könnten. „Das ist bitter, lässt sich aber nicht ändern“, kommentierte Arnold Hansen, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, und Rolf Oetken (SPD) betonte: „Ich denke, uns allen war klar, dass die Kosten steigen werden.“

Letztendlich wurde das Bauprogramm, welches 15 bis 17 Monate dauern soll, vom Ausschuss einstimmig begrüßt. Die Planungen sollen bis Anfang 2019 abgeschlossen sein.

Bislang ist vorgesehen, die Dürerstraße so zu gestalten, dass gerade im Bereich der Grundschule auch Begegnungsverkehr zwischen Schulbussen und Autos möglich sein wird. Hier sei man im Gespräch mit dem Schützenverein, der dafür Teile seines Grundstücks verkaufen müsste. Andere Stellen werden hingegen verengt, so dass Autofahrer gezwungen werden, langsamer zu fahren.

Langsames Fahren wird auch im hinteren Bereich der Dürerstraße sowie auf dem Nordweg und der Rembrandt- und Rubensstraße nach der Straßensanierung angesagt sein. Gerade die letztgenannten beiden Straßen sollen als verkehrsberuhigter Bereich gestaltet werden. Dies entspreche auch ihrer Funktion als Anliegerstraße. Begrünte Verengungen sollen dafür sorgen, dass nicht zu schnell gefahren wird. Dennoch soll in Buchten Begegnungsverkehr zwischen Autos und Müllwagen weiterhin möglich sein. Den Planungsstand stellte Henning Kahl, Fachdienstleiter Tiefbau, vor.

Radweg wird teurer

Aber nicht nur für die Straßensanierung, sondern auch für den geplanten Bau eines Radweges entlang der Gemeindestraße „Ohe“ in Bergedorf muss die Gemeinde tiefer in die Tasche greifen. Auch hier hätte sich am Freitag vergangener Woche ergeben, dass die veranschlagten Kosten nach oben korrigiert werden müssten. Carsten Jesußek, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen Wähler Gemeinde Ganderkesee (UWG), zeigte sich irritiert: Ob es nicht möglich gewesen sei, die Ausschussmitglieder bis zur Sitzung am Mittwochabend zu informieren? Jesußek enthielt sich am Ende der Abstimmung.

Die verbleibenden Ausschussmitglieder stimmten der Beschlussvorlage zu, auch wenn die Kosten nach ersten Schätzungen voraussichtlich um 100 000 auf 650 000 Euro steigen werden. Näheres könne, wie auch bei der Straßensanierung, erst später gesagt werden.

Der Radweg soll eine Breite von 2,50 Meter haben, für die Realisierung müssten mehrere Flächen angekauft werden. Hier hätten die Grundstückseigentümer aber schon Verkaufsbereitschaft signalisiert. Mit dem Bau des Radweges soll, sofern die weiteren Schritte wie angedacht ablaufen, 2020 begonnen werden.

Claus Arne Hock
Volontär, Agentur Schelling
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2743

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