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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Flüchtlinge In Ganderkesee: Arbeitskreis würde wieder helfen

12.03.2020

Ganderkesee Sandra Baba verfolgt das Geschehen an der Grenze zwischen Griechenland und der Türkei besonders aufmerksam. „Ich komme selbst aus einem Land, das Krieg erlebt hat“, sagt die Migrationssozialarbeiterin der Diakonie in Ganderkesee, die aus dem Irak geflohen ist. Deshalb wünscht sie sich, dass es von Deutschland und anderen EU-Ländern Hilfe für die Flüchtlinge gibt: „Ich finde es ganz schlimm. Es sind Menschen.“

Sandra Baba kennt eine Familie, deren Tochter mit einem kleinen Kind auf einer griechischen Insel ausharrt. „Sie kann nicht nach Deutschland zu ihrer Familie kommen“, sagt sie. Auch Erich Kurzawski vom Arbeitskreis Flüchtlinge hat die Entwicklung an der griechisch-türkischen Grenze im Blick. Doch er glaubt nicht, dass erneut Hunderte von Flüchtlingen in die Gemeinde Ganderkesee kommen, wie es 2015 der Fall war. „Die Situation war ganz anders“, sagt er. Damals habe es eine Ausnahmesituation gegeben, weil eine Welle von Flüchtlingen die Kommunen überrollt habe. Die rund 80 ehrenamtlichen Helfer, die sich damals im Arbeitskreis Flüchtlinge zusammenfanden, halfen den Neuankömmlingen in vielen Bereichen.

Inzwischen hätten die Kommunen Erfahrungen gesammelt und seien vorbereitet, sagt Kurzawski. Deshalb rechnen die Helfer zurzeit nicht mit einem neuen Einsatz. Der Arbeitskreis werde erst aktiv, wenn ein entsprechendes Signal von der Gemeinde Ganderkesee komme.

Auch wegen der geplanten Gespräche zwischen der EU und der Türkei über den sogenannten Flüchtlingspakt glaubt Erich Kurzawski nicht an eine Wiederholung der Ereignisse von 2015. Doch der Ganderkeseer wäre erneut zum Helfen bereit: „Die Kontakte sind alle da. Man könnte sie wieder aufleben lassen.“ Ob alle damaligen Helfer wieder dabei sein würden, ist laut Kurzawski jedoch fraglich, weil diese inzwischen älter geworden seien.

Die Aktiven aus dem Arbeitskreis haben in den vergangenen Jahren viel dafür getan, dass die Flüchtlinge aus Syrien in der Gemeinde Ganderkesee heimisch werden. Viele hätten eine eigene Wohnung und seien ausgestattet, sagt Erich Kurzawski. „Sie fühlen sich wohl.“ Einige würden Sprachkurse besuchen, die meisten seien inzwischen jedoch in Arbeit. „Viele sind da angekommen, wo sie hinwollten, und haben ihren eigenen Lebensweg gefunden.“ Der Arbeitskreis habe das Ziel verfolgt, Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten und Integration zu ermöglichen. Das habe gut geklappt, auch wegen des Zusammenspiels von Kommune, Arbeitskreis und Diakonischem Werk.

Auch heute sind noch einige Helfer aus dem Arbeitskreis aktiv. Sie würden unter anderem Informationsveranstaltungen anbieten, erläutert Kurzawski. Freundschaften seien ebenfalls entstanden.

Die Gemeindeverwaltung Ganderkesee bestätigt, dass Plätze für die Unterbringung neuer Flüchtlinge zur Verfügung stehen. Aktuell ist jedoch nichts über Zuweisungen bekannt. Auch in der Kreisverwaltung des Landkreises Oldenburg gibt es laut Sprecher Oliver Galeotti bisher keine Hinweise, dass Flüchtlinge von der griechisch-türkischen Grenze in den Landkreis kommen. Die Bundesregierung habe die Absicht erklärt, dass 1500 unbegleitete Minderjährige aufgenommen werden sollten, sagt Galeotti. Doch es sei noch nichts bekannt.

Antje Rickmeier Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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