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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Die Arbeit der Uno als Spiel

16.06.2018

Ganderkesee Vier Tage lang haben sich Gymnasiasten aus Ganderkesee mit anderen Jugendlichen über politische Themen ausgetauscht. Und zwar auf Englisch: Zehn Schüler des Gymnasiums waren beim Uno-Planspiel „Olmun“ in Oldenburg dabei.

Bei den mehr als 700 Konferenzteilnehmern in der Weser-Ems-Halle lief alles wie bei einer richtigen Uno-Vollversammlung. Die Jugendlichen mussten sich nicht nur äußerlich in Diplomaten verwandeln und feine Kleidung tragen, sondern auch die Interessen eines Landes vertreten. Die Ganderkeseer Schüler sprachen unter anderem für Aserbaidschan und den Sudan. „Es geht darum, sich mit sozialen und politischen Themen zu beschäftigen“, erläuterte Englisch- und Deutschlehrerin Claudia Quensel, die das Projekt bereits seit zehn Jahren begleitet. Drogenschmuggel, Gefahren aus dem Internet und Organhandel waren einige der Themen.

Gespielt wurde nach den strengen Regeln der Uno. Außer besonderen Kommunikationsregeln gehörte dazu auch, dass die Schüler in Komitees zusammenarbeiten und Resolutionen verfassen mussten. „Man erlebt den Prozess des Entwickelns und Erarbeitens einer Resolution“, sagte die 16-jährige Yelda Özmen. Ihre Vorschläge stellten die Schüler in der Vollversammlung vor. „Es ging darum, die Meinung unseres Landes zu vertreten“, sagte die 18-jährige Johanna Cramer. Dafür mussten sich die Jugendlichen auch in die Situation versetzten, in der sich beispielsweise ein armes Land wie der Sudan befindet. Man müsse sich für Politik interessieren, meinten die Schüler.

Da die Teilnehmer der „Olmun“-Versammlung aus Schulen in ganz Deutschland und auch aus dem Ausland kamen, wurden Kontakte geknüpft. Nach Angaben der Schüler waren unter anderem Gruppen aus den USA, Russland und aus der Türkei dabei. „Es geht auch darum, Leute kennenzulernen“, sagte der 18-jährige Mattheus von Kolzarek.

Und dafür gab es während der Versammlung nicht nur den offiziellen Teil: „Wie auf einer internationalen Konferenz üblich, gab es auch ein soziales Programm mit einem Barbecue und einer Fete“, sagte Claudia Quensel. Entsprechend müde waren die Schüler, als sie am Freitagnachmittag nach dem Ende der Konferenz wieder in Ganderkesee waren. Dass sie von Dienstag bis Freitag fast ausschließlich Englisch sprechen mussten, hat ihnen viel gebracht. Am Anfang der Woche habe man sich sehr konzentrieren müssen, meinte Johanna Cramer. „Am Ende der Woche ist man drin.“

Claudia Quensel, die jedes Jahr mit Schülern zur „Olmun“-Konferenz nach Oldenburg fährt, war beeindruckt von der Organisation. Die gesamte organisatorische Seite und auch die technische Umsetzung werde von Schülern der Oldenburger Gymnasien übernommen, sagte sie. So werden auch Experten und Professoren eingeladen, die den Jugendlichen die unterschiedlichen Themen nahebringen.

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