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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Was in Ganderkesee so alles passiert ist

30.12.2017

Ganderkesee Das war’s mit 2017. Das Jahr hatte Höhen und Tiefen – vieles wurde angeschoben, anderes beendet. Manches sorgte für große Freude, anderes für Ärger. Die NWZ fasst zusammen, was 2017 in der Gemeinde Ganderkesee passiert ist.

 Gestartet

Menschen 2017

Für ihr ehrenamtliches Engagement wurde Elke Brodowsky im Februar von NWZ und LzO als Ganderkesees „Mensch des Jahres 2016“ ausgezeichnet. Die eher „stille Helferin“ engagiert sich seit mehr als 35 Jahren bei der Elterninitiative Legasthenie, im TSV Hoyerswege und im Ortsverein Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege und sie organisiert seit Jahresbeginn die DRK-Blutspenden mit.

Zu den Vorzeigesportlern der Gemeinde zählt die Dressurreiterin Rebecca Horstmann. Im August gewann die 17-Jährige mit der deutschen Mannschaft die Europameisterschaft in der Altersklasse der Junioren.

Im September zog mit Christian Dürr (FDP) ein Ganderkeseer in den Deutschen Bundestag ein. Für sein neues Amt in Berlin hatte der ehemalige Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion bei den vorgezogenen Landtagswahlen auf eine erneute Landtagskandidatur verzichtet.

Der ehemalige Rektor der Bremer Hochschule für Technik, Prof. Karl Potthast, wurde im Frühjahr für den Auf- und Ausbau der polnisch-deutschen akademischen Zusammenarbeit mit dem Verdienstkreuz der Republik Polen ausgezeichnet. Der Schierbroker hatte unter anderem eine Kooperation mit der Technischen Universität Danzig initiiert.

Die Politik hat mehrere Großprojekte angeschoben: Beschlossen wurden etwa die Umgestaltung des Neuen Markts oder die Sanierung des Ganderkeseer Freibades. Beide Maßnahmen sollen 2018 beginnen. Ebenfalls grünes Licht gab es für zwei große Baugebiete: „Bargup“ in Bookholzberg und „Südlich Oldenburger Straße“ in Ganderkesee.

Bereits im vollen Gange sind unterdessen die Sanierungsarbeiten auf dem Hof Hohenböken. Dort wurde im August Richtfest eines innovativen Wohnprojekts gefeiert: Zwölf Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen entstehen.

Einen Neustart hatte im Oktober der Hospizkreis, der jetzt offiziell Hospizkreis Ganderkesee-Hude heißt: Im Oktober eröffnete er sein neues, 130 Quadratmeter großes Domizil im Von-Seggern-Haus an der Rathausstraße.

Umgezogen ist auch die Tanzschule Wessels. Inhaberin Ute Wessels hat ihre Zelte in Delmenhorst abgebrochen und bringt seit April im Dorfpark Falkenburg Menschen jeden Alters das Tanzen bei.

In eine umweltfreundlichere Zukunft gestartet ist die Gemeinde Ganderkesee: Nachdem die EWE im April an der Tulpenstraße in Bookholzberg die erste öffentliche E-Ladestation für Autos eröffnet hatte, nahm die Verwaltung im November ihr erstes Elek­troauto, einen Volkswagen „e-Up!“, in Betrieb.

Und noch etwas hat die Gemeinde angeschoben: die Städtepartnerschaft mit dem polnischen Pułtusk. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde von beiden Seiten im Sommer unterzeichnet. Auch wechselseitige Besuche gab es bereits.

 Geschwitzt

Abschied 2017

Unter den Verstorbenen des Jahres 2017 waren einige, die das öffentliche Leben in der Gemeinde mitgeprägt haben:

Im Alter von 82 Jahren starb am 11. Januar der langjährige SPD-Ortsvereins- und Unterbezirksvorsitzende Manfred Beier.

Am 7. April starb im Alter von 76 Jahren Rolf Stiening, Mitbegründer und Vorsitzender der „Zukunftswerkstatt Ausbildungsinitiative Ganderkesee“ (Zwaig).

77 Jahre alt wurde die erste Kinderprinzessin des Ganderkeseer Faschings, Helga Kühn. Sie starb am 14. Juni.

Riesig war die öffentliche Anteilnahme nach dem Tod des siebenjährigen Lucas-Elias. Er verlor am 24. August seinen tapferen Kampf gegen den Krebs.

Gleich mehrere sportliche Großveranstaltungen feierten 2017 Premiere. Beim ersten Hospiz-Spendenlauf um den Falkensteinsee kamen im Juni fast 36 000 Euro zugunsten des Laurentius-Hospizes zusammen.

Neu aufgelegt wurde im August das Bobbycar-Rennen in Bookholzberg. Einige hundert Zuschauer säumten die Rennstrecke auf der „Schleife“.

Ebenfalls gut besucht war der Geländelauf „Immer extrem“ im Oktober, bei dem sich 392 Sportler miteinander maßen. Als Sieger ging NWZ-Mitarbeiter Mathias Freese aus dem Rennen hervor – der für eine Reportage über die Veranstaltung eingeteilt war.

 Geendet

Einen schweren Stand hatte die Gastronomie in der Gemeinde: Gerade einmal ein halbes Jahr hielt sich ein Restaurant mit chinesischer Küche, das im Frühjahr in den ehemaligen Gasthof Witte eingezogen war. Auch das Café am Hasbruch in Bookholzberg gab seinen Betrieb auf. Das einstige Landgasthaus Segelken in Hengsterholz stand weiterhin leer.

Eine Ära endete im April in Schierbrok: Nach 53 Jahren gab Liesel Hochschulz mit 84 Jahren ihren kleinen Kiosk am Trendelbuscher Weg auf.

Mit Wehmut blicken viele auch auf ein Wahrzeichen der Gemeinde aus den 50er-Jahren zurück, das nun endgültig verschwunden ist: Zwischen Mai und November wurde der alte Fernsehturm Steinkimmen abgebaut. Neun Meter des einst 305 Meter hohen Antennenträgers blieben zur Erinnerung stehen.

 Gefeiert

In neue Dimensionen vorgestoßen ist der Ganderkeseer Fasching: Fast 4000 Teilnehmer – etwa 400 mehr als im Vorjahr – zogen am 25. Februar zusammen mit den Majestäten Anke III. (Paukstat) und Christian I. (Schütte) um den Ring. Am 11.11. wurde das Prinzenpaar von Julia I. (Ewig) und Lars I. (Hüneke) abgelöst.

Allen Grund zum Feiern hatten die A-Jugend-Handballer der HSG Grüppenbühren-Bookholzberg. Sie schafften den Aufstieg in die Bundesliga und wurden dafür im September im Rathaus empfangen. Die männliche B-Jugend der HSG war im März bereits bei der Sportlerwahl von Kreissportbund und NWZ zur Mannschaft des Jahres 2016 gewählt worden.

Auch bei mehreren Firmen dürften 2017 die Sektkorken geknallt haben: Die Ganderkeseer Tischlerei Sandkuhl und der Camping- und Ferienpark Falkensteinsee wurden im Mai mit dem Unternehmerpreis der Gemeinde ausgezeichnet. Der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Volker Kreye erhielt im Juli die erstmals vergebene „Auszeichnung für besonders verlässliche Ausbildung“ des Landes Niedersachsen. Kultusministerin Frauke Heiligenstadt überreichte den Preis persönlich in Ganderkesee.

 Gewütet

Drei Namen dürften besonders den Einsatzkräften der Ganderkeseer Feuerwehren in Erinnerung bleiben: „Sebastian“, „Xavier“ und „Herwart“. So nämlich hießen die Sturmtiefs, die im September und Oktober über die Gemeinde fegten und zahlreiche Bäume umstürzen und große Äste herabfallen ließen. Allein „Xavier“ sorgte für mehr als 100 Sturmeinsätze.

 Gestresst

Einen gehörigen Schrecken hatte gleich zu Jahresbeginn der Ganderkeseer Bürgerbusverein zu verdauen: In seinen Büroräumen in Rethorn war ein Feuer ausgebrochen. Glücklicherweise wurde der Schwelbrand rechtzeitig entdeckt, so dass niemand ernsthaft zu Schaden kam. Weniger glimpflich gingen indes kurz darauf zwei Verkehrsunfälle aus: Im Februar wurde ein neues Fahrzeug des Vereins bei einem Auffahrunfall total zerstört, und im April ereignete sich ein weiterer Zwischenfall, nach dem der Betrieb mit einem Leihfahrzeug fortgesetzt wurde.

Strapaziert wurden Anfang Mai auch die Nerven von Jan-Michael Braun, der kurz vor seiner offiziellen Ernennung zum Leiter der Schule an der Ellerbäke in Bookholzberg stand: Jugendliche legten mit einer Stinkbombe den Schulbetrieb lahm. Der anfängliche Verdacht, dass Reizgas zum Einsatz gekommen sein könnte, bestätigte sich zum Glück nicht. Das Schulgebäude blieb aufgrund umfangreicher Reinigungsarbeiten auch am Folgetag noch gesperrt.

 Geschmunzelt

Zum Lachen war den Betreibern einer Hanfplantage in Falkenburg wahrscheinlich nicht zumute, als Anfang März Zollfahnder anrückten. 2128 Cannabis-Pflanzen wurden aus der Lagerhalle am Alten Postweg beschlagnahmt und vernichtet. Der Zoll sprach von „besonders versierten Fachleuten“, die die illegale Plantage angelegt hätten. Nach Angaben der Beamten hätte mit der Produktion aus Falkenburg jährlich 150 Kilogramm konsumfähiges Marihuana erzeugt werden können – Straßenverkaufswert: 500 000 Euro.

Ein boxendes Känguru narrte Anfang August die Polizei: Das Tier war einige Tage zuvor zusammen mit einem Artgenossen entlaufen und hatte – während der Kumpel längst wieder eingefangen war – noch eine Weile die Freiheit genossen. Polizisten sichteten das Tier schließlich mitten in der Nacht an der Westtangente, bevor es auf dem Gehweg an der Bergedorfer Straße einer Funkstreife entgegenhüpfte. Nach mehreren gescheiterten Versuchen konnte das etwas wehrhafte Beuteltier schließlich eingefangen werden.

Ganz und gar unfreiwillig seinen „Stall“ verlassen hat indes der Kunst-Ganter, der lange den Kreisverkehr in Schlutter geziert hatte und bei einem Verkehrsunfall im April einfach umgefahren wurde. Zunächst blieb Schlutter danach ohne Ganter – bis zum 25. September: Mehrere Dutzend Dorfbewohner säumten den Kreisel, als dort in feierlichem Rahmen der Nachfolger, der „Schlutter-Ganter 2.0“, aufgestellt wurde.

Karoline Schulz
Redakteurin, Agentur Schelling
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2745

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