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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

An Nicola Beer kommt niemand vorbei

03.05.2019

Ganderkesee /Landkreis Welches Gesicht begegnet den Ganderkeseern zurzeit am häufigsten im öffentlichen Raum? Zweifellos das von Nicola Beer! Die FDP-Spitzenkandidatin für die Europawahl ist an den Straßen der Gemeinde allgegenwärtig. „Wir waren sehr fleißig bei der Plakatierung“, bekennt Marion Vosteen, die Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes, „ich hatte hinterher fast keine Haut mehr auf den Fingern.“

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Auch in Zeiten digitaler Kommunikation hat das Plakat zur Wahlwerbung nicht ausgedient. Schon gar nicht bei den Liberalen: 300 Exemplare haben sie vor der Europawahl allein in der Gemeinde Ganderkesee aufgehängt und geklebt, insgesamt 600 sind es landkreisweit. Mitte April, sechs Wochen vor dem Wahltermin am 26. Mai, haben sie damit angefangen.

„Info-Stände schwierig“

„Plakate bringen etwas“, ist Marion Vosteen überzeugt. Aber: „Das direkte Gespräch ist immer noch am wirkungsvollsten“, glaubt sie. Das suchen nach ihrer Erfahrung jedoch die Wählerinnen und Wähler nicht unbedingt direkt an den Info-Ständen der Parteien. „Da laufen die meisten schnell vorbei“, weiß Vosteen. Es sei eben schwierig, die Leute mit politischen Botschaften zu konfrontieren, wenn sie eigentlich nur einkaufen oder nach Hause wollen.

80 SPD-Plakate

Auch die meisten anderen Parteien in der Gemeinde haben gut drei Wochen vor der Wahl ihre Plakate weitgehend verteilt, allerdings in geringerer Anzahl. 80 Stück hat die SPD an den Straßen aufgehängt – an 40 Standorten, da jeweils in beiden Fahrtrichtungen geworben wird. „Wir haben uns mit Plakaten diesmal zurückgehalten“, erklärt SPD-Ortsvereinsvorsitzender Stephan Bosak, „weil wir davon ausgehen, dass die meisten Menschen sich über die Medien zur Europawahl informieren.“ Der regionale Europaabgeordnete Tiemo Wölken wird auch noch durch den Landkreis ziehen, genaue Termine und Orte kennt Stephan Bosak jedoch noch nicht.

Die politische Prominenz indes tritt nur in der Nachbarschaft auf: Bei der SPD sind es der Ex-Vorsitzende Martin Schulz und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach in Delmenhorst sowie Arbeitsminister Hubertus Heil in der Wesermarsch, die Grünen erwarten ihre Europa-Spitzenkandidatin Ska Keller ebenfalls in Delmenhorst.

Grüne warten noch

Ohnehin sind Ganderkesees Grüne im Europawahlkampf bisher noch kaum sichtbar: „Wir werden erst 14 Tage vor der Wahl rund 50 Plakate in der Gemeinde anbringen“, kündigt der Ortsverbands-Vorsitzende Udo Heinen an. Das sei für die Partei auch eine ökologische Frage, denn „die Plakate müssen ja wieder entsorgt werden.“ Heinen glaubt auch nicht, dass mit Plakaten im Wahlkampf noch ein großer Effekt zu erzielen ist. Er setzt für die Europawahl mehr auf die aktuelle Popularität der Grünen und ihres Führungspersonals als auf Wahlwerbung vor Ort.

Recht früh plakatiert haben die Freien Wähler. „Wir wollten die noch vorhandenen Flächen nutzen“, sagt der Ortsvorsitzende Arnold Hansen, der zugleich die Bundesgeschäftsstelle der Partei in Ganderkesee leitet. Diese sei im Europawahlkampf aber nur unterstützend tätig, da die Freien Wähler dafür diesmal ein spezielles Team aufgebaut hätten. Ihr populärster Vertreter, Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, kommt nach Bremen – aber nicht weiter in den Nordwesten.

Linke auf Reisen

Bei der Linken ist es umgekehrt: Hier ist eine Ganderkeseerin gefordert, durch die Lande zu reisen. Zwar ist Susanne Steffgen, die die Partei auch im Gemeinderat vertritt, nur auf Platz 19 der Kandidaten-Liste platziert, was ihren Einzug ins Europäische Parlament sehr unwahrscheinlich macht, aber ihre Aufgabe nimmt die Kandidatin schon ernst. Sie beteiligt sich an mehreren Podiumsdiskussionen und klappert Info-Stände ihrer Parteifreunde ab.

CDU hat reduziert

Wahlwerbung an Info-Ständen planen alle Parteien in Ganderkesee noch – die meisten allerdings erst unmittelbar vor dem Wahlsonntag und dem Wochenende davor. Das gilt auch für die CDU, die ihre Plakatierung nach Angaben von Fraktionschef Ralf Wessel gegenüber anderen Wahlen reduziert hat – 150 sind es aber immer noch. „Aber nur an ausgewählten Stellen“, wie Wessel sagte.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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