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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

„Wohl des Kindes muss im Vordergrund stehen“

09.10.2017

Ganderkesee In der Kommunalpolitik ist Arnold Hansen (64) schon seit einigen Jahren vertreten – zunächst für die Unabhängigen Wähler Gemeinde Ganderkesee (UWG) und jetzt für die Freien Wähler. Das Interesse für Politik begann indes schon in seiner Zeit als Berufssoldat.

Meine drei Ziele für meinen Wahlkreis

Landespolizei und Justiz attraktiver machen: Die Berufszufriedenheit der Beschäftigten bei Polizei und Justiz sinkt kontinuierlich. Dem muss mit geeigneten Maßnahmen entgegengetreten werden. Ich werde mich für eine ausreichende Personalausstattung, attraktive Aufstiegschancen und sachgerechte Materialausstattung nach neuestem Stand der Technik einsetzen. Ich fordere die Wiedereinführung des Mittleren Polizeidienstes mit der Eingangsstufe A7. Strafverfolgung hat zeitnah zu erfolgen. Es darf nicht sein, dass Verbrechen verjähren, weil nicht genügend Personal in der Justiz vorhanden ist. Vielfalt erhalten und regionale Strukturen stärken: Das Höfe-Sterben in der Landwirtschaft steigt kontinuierlich. Die bäuerlichen Familienbetriebe geraten immer stärker unter Druck. Ich spreche mich gegen Spekulationen mit außerlandwirtschaftlichem Kapital um Grund und Boden aus. Bestehenden Betrieben in der Region ist der Vorrang einzuräumen. Ich mache mich für die Erhaltung und Stärkung familiärer und regionaler Strukturen stark. Besondere Bewirtschaftungsweisen und regionale Spezialitäten sind auch ein gelebtes Kulturgut. Das gilt es auch weiterhin zu fördern. Inklusion umsetzen: Inklusion ist eine große Herausforderung, die uns alle betrifft. Sie wird aber nur dann erfolgreich sein, wenn ausreichend Fachpersonal an den Regelschulen zur Verfügung steht. Das ist auf längere Sicht aber nicht zu erwarten. Daher setze ich mich für den Erhalt der Förderschulen in allen Förderbereichen ein. Das Wohl des Kindes muss immer im Vordergrund stehen. Eltern und Kinder müssen selbst entscheiden können, welche Schule den bestmöglichen Weg für die persönliche Entwicklung bietet.

Hier hat meine Partei Unrecht:

In einem Punkt habe ich eine etwas andere Meinung als die Mehrheit in der Partei: Der Ruf nach mehr Volksabstimmungen auf Bundes- und Landesebene ist mir zu einfach. Gerade in der heutigen Zeit ist die Manipulation der öffentlichen Meinung an der Tagesordnung. Täglich werden Fake-Meldungen verbreitet, nicht nur über die sozialen Netzwerke. Wenn ich mir beispielsweise anschaue, dass der AfD in den sechs Monaten vor der Bundestagswahl in den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten weit mehr Sendezeit eingeräumt wurde als den übrigen Parteien, dann ist das sehr bedenklich. Auch die Printmedien sind auf diesen Zug aufgesprungen. Ich glaube, dass Volksentscheide nur sehr eingeschränkt geeignet sind, richtige Entscheidungen zu treffen. Jüngstes Beispiel ist das Referendum in Großbritannien zum EU-Austritt. Nach der sehr knappen Entscheidung ist zumindest bei mir der Eindruck entstanden: Die Mehrheit der Briten hätte es gerne anders gehabt.

So werbe ich um Stimmen:

Neben dem Bürgerkontakt an Wahlkampfständen betreibe ich eine Facebook-Seite, nutze die Webseite der Landespartei und werbe mit Plakaten und Info-Materialien. In Zeitungen habe ich Werbeanzeigen geschaltet. Ich mache – anders als die Kandidaten etablierter Parteien – keine Besuche bei Vereinen, Einrichtungen oder Firmen kurz vor der Wahl. Der Bürger erkennt das ohnehin als reine Wahlkampftaktik.

In Ganderkesee lebt Arnold Hansen bereits seit rund 30 Jahren. Seine Ehefrau, mit der er seit 39 Jahren verheiratet ist, und seine Kinder sind die wichtigsten Bezugspersonen in seinem Leben. Der Beruf brachte es mit sich, dass die Familie insgesamt acht Umzüge – von Schleswig-Holstein über USA, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen – durchgemacht hat.

Dafür sollte das Land kein Geld mehr ausgeben:

Überflüssige Gutachten und zweifelhafte Imagekampagnen sowie ständig neue Veränderungen der Bildungslandschaft, sobald eine neue Regierung ins Amt kommt. Sicherlich gibt es bei intensiver Betrachtung eine ganze Reihe weiterer unnützer Geldausgaben.

Mein Traumjob in der Landesregierung:

Das ist eine schwierige Frage. Großes Interesse hätte ich am Job des Innenministers.

So richtig abschalten kann Arnold Hansen, wenn er sich seiner Magyar-Viszla-Hündin Aika widmet. „Mit ihr trainiere ich die Personensuche. Da ich mich dabei stark auf den Hund konzentrieren muss, ist dieses ein hervorragender Ausgleich zur Politik“, so Hansen. Zudem sind seine Frau und er leidenschaftliche Camper und so oft wie möglich mit dem Wohnwagen unterwegs, so beispielsweise diesen Sommer in Ungarn.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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