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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Einstiger SPD-Chef findet neue Heimat

01.02.2018

Ganderkesee „Oskar hat’s vorgemacht“, sagt Andreas Kowitz. Am früheren SPD-Bundesvorsitzenden Oskar Lafontaine, der seiner Partei 2005 den Rücken kehrte und „Die Linke“ mit aufbaute, will sich der frühere SPD-Orts- und Kreisvorsitzende aus Rethorn nun ein Beispiel nehmen: Andreas Kowitz ist seit knapp zwei Wochen Mitglied der Linken und will diese vor Ort in Ganderkesee stärker machen.

Die Zustimmung der SPD zu einer Großen Koalition nach der Bundestagswahl 2013 war der Anlass für Kowitz, nach rund 24 Jahren Mitgliedschaft aus der Partei auszutreten. Jetzt zeichnet sich in Berlin wieder eine Große Koalition ab, und das sei für ihn der Grund, wieder politisch zu agieren, erklärt der 56-Jährige. „Endlich“, habe seine Frau gerufen, in deren Promotion-Agentur er beschäftigt ist. „Ich denke, dass ich mit meiner Erfahrung der Linken dienlich sein kann“, meint Kowitz am Mittwoch bei einem Pressegespräch, an dem auch Linke-Ratsfrau Susanne Steffgen und die Sprecherin des Kreisverbandes der Linken, Kreszentia Flauger aus Wildeshausen, teilnehmen.

Treffen mit Linken

Die Linke besteht in Ganderkesee bisher nur aus einer Handvoll Mitglieder. Das soll sich ändern: „Wir werben jetzt aktiv um neue Mitglieder“, kündigt Ratsfrau Susanne Steffgen an. Sie und Kreisvorsitzende Kreszentia Flauger laden politisch interessierte Bürger ein, an den regelmäßigen Treffen der Linken teilzunehmen.

Ein erstes Treffen findet am kommenden Dienstag, 6. Februar, ab 19 Uhr im Oldenburger Hof, Wittekindstraße 16 in Ganderkesee, statt. Mit Berichten aus den Rat und dem Kreisverband will Die Linke ihre Arbeit und ihr Personal vorstellen.

Erfahrung hat er in der SPD gesammelt: Kowitz war lange Rats- und Kreistagsmitglied, von 1997 bis 2001 führte er den SPD-Unterbezirk Oldenburg-Land und von 2000 bis 2011 den SPD-Ortsverein Ganderkesee. Von diesem Amt trat er aus gesundheitlichen Gründen zurück. Zuvor hatte es allerdings finanzielle Unregelmäßigkeiten im Bookholzberger Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt gegeben, dessen Vorsitzender Kowitz damals war. Er habe sich seinerzeit „5000 Euro geliehen“, erklärt er am Mittwoch. Das Geld habe er zurückgezahlt, der Fall sei abgeschlossen.

Nun hat der Ex-Sozialdemokrat bei der Linken, wie er sagt, „eine neue Heimat gefunden“. Dafür nennt er einerseits bundespolitische Gründe wie die Ablehnung von Waffenexporten und Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Vor Ort in Ganderkesee ist ihm besonders der Umgang mit Ratsfrau Susanne Steffgen ein Dorn im Auge: „Man schneidet sie, von der Verwaltung wird sie nicht genügend unterstützt und aus interfraktionellen Treffen werden ihr Informationen vorenthalten“, kritisiert Kowitz. Ob ein Verstoß gegen die Kommunalverfassung vorliege, wolle man prüfen, ergänzte Kreszentia Flauger. Dass Steffgen als Einzel-Ratsmitglied ohne Fraktion nicht im Ratsinformationssystem neben den anderen Fraktionen und der Bürgermeisterin aufgelistet wird, kann Kowitz ebenfalls nicht nachvollziehen.

Derzeit ist der Rethorner einer von fünf Linken in Ganderkesee. Diese Zahl zu vergrößern, ist sein dringendstes Anliegen. Und wenn es dann für einen Ortsverband reicht, könnte er sich auch vorstellen, den Vorsitz zu übernehmen.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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