• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Hohenkamp: Kein Ausbau ohne Fußweg

22.03.2019

Ganderkesee Vom Tisch ist der Ausbau des Hohenkamp in Rethorn zwar nicht – aber vorerst müssen sich Anlieger und Durchgangsverkehr weiterhin mit einer Ausbesserung der maroden Fahrbahn durch den Kommunalservice begnügen. Die geplante Erneuerung der Straße ist aufgeschoben. Dafür hat sich am Mittwochabend der Ausschuss für Straßen und Verkehr bei einer Gegenstimme von Carsten Jesußek (UWG) ausgesprochen.

Das liegt aber nicht etwa daran, dass der Ausbau nicht gewollt wäre – ganz im Gegenteil. Aber sowohl die Gemeindeverwaltung als auch die Mehrheit der Ausschussmitglieder wollen dem Wunsch des Ortsvereins Rethorn nach einem Ausbau mit Gehweg entsprechen. Dafür müsste die Gemeinde allerdings zusätzliche Flächen erwerben. Dies scheitert bislang an der Verkaufsbereitschaft der Anlieger.

„Zutiefst verärgert und enttäuscht“ zeigte sich FDP-Fraktionschefin Marion Daniel aus Rethorn darüber, dass der Ausbau blockiert wird. Sie habe kein Verständnis dafür, dass „eine starre Einzelposition“ über das Wohl der Allgemeinheit gestellt werde. Sie äußerte die Hoffnung, dass die Anlieger ihre Position überdenken. Keine Alternative wäre für Daniel indes der Ausbau ohne Nebenanlage.

Für diesen hatte sich Jesußek zuvor ausgesprochen. Den Verwaltungsvorschlag bezeichnete er als „reine Schikane“ und unterstellte, dass damit Druck auf die Grundstückseigentümer aufgebaut werden solle. Auf einen Fußweg kann aus Sicht des UWG-Fraktionsvorsitzenden am Hohenkamp gut verzichtet werden. Er möchte stattdessen die Straße breiter ausbauen. „Da ist niemand zu Fuß unterwegs“, stellte Jesußek fest.

Das sahen die übrigen Ausschussmitglieder anders. Sie fürchten, dass eine breitere Straße Autofahrer zum Rasen einladen würde und dadurch schwächere Verkehrsteilnehmer gefährdet wären. Christel Zießler (SPD) mahnte, in diesem Zusammenhang nicht ausschließlich an Schulkinder zu denken, sondern auch Senioren im Blick zu behalten.

Nicht anfreunden konnten sich die Ausschussmitglieder mit dem Vorschlag der Verwaltung, die nun frei werdenden Mittel in Höhe von 665 000 Euro einzusetzen, um die Kreditermächtigung für das Haushaltsjahr 2019 zu senken. Sie sollen in den Straßenbau fließen. Der Beschlussvorschlag wurde bei einer Enthaltung (Jesußek) entsprechend abgeändert.

Keine Unterstützung erhielt der UWG-Fraktionschef auch für seinen Antrag, Ampeln mit Hinweisschildern „Nur bei Grün – den Kindern ein Vorbild“ auszustatten. Zießler und Daniel äußerten die Befürchtung, dass durch den Schilderwald die Verkehrssicherheit eher gemindert als gefördert werde.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
Rufen Sie mich an:
04222 8077 2745
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.