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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

SPD rückt Schwerlastverkehr auf Fahrener Weg zu Leibe

22.08.2019

Ganderkesee Immer wieder schlängeln sich große Lastwagen, Sattelzüge und auch Traktorengespanne mühsam über den schmalen Fahrener Weg. Jetzt hat das Gedrängel vorbei an parkender Autos, an Beeten, Baustellen und Versorgungseinrichtungen ein erstes „Opfer“ gefordert. In Höhe der Hausnummer 50 zeigt Anwohner Rolf Oetken auf einen zerstörten Fernmeldekasten. 

„Es musste ja so kommen“, sagt der SPD-Ratsherr. „Einen großen Knall gab es, als der Kasten neulich von einem Trecker umgefahren worden ist, der an parkenden Autos vorbeifahren wollte“, erinnert er sich.

Immer breitere, längere und schwerere Fahrzeuge auf der schmalen Wohnstraße, das ärgert die Anwohner schon geraume Zeit. Doch wegen diverser Hausbaustellen, wachse nun die Gefahr, als Fußgänger oder Radfahrer im Begegnungsverkehr von großen Fahrzeugen erfasst zu werden.

In Sorge um Kinder

„Auch Familien mit Kindern machen sich große Sorgen, weil es keinen ordentlichen Fußweg gibt. Ältere Menschen betrifft das ebenfalls“, sagt Oetken. Und wegen des Platzmangels auf der Straße seien auch schon Autospiegel abgefahren worden.

Rettungszufahrt dicht

Eine weitere Befürchtung Oetkens: „Wenn große, lange Lkws die Straße befahren, werden Rettungsfahrzeuge im Einsatz behindert, sie kommen dann nicht weiter“.

Auch ortseinwärts geht es trotz des dort vorhandenen Fußwegs kaum besser zu. Oetken: „Begegnungsverkehr ist bei großen Fahrzeugen kaum mehr möglich“. Zum Beweis hat er am Mittwochmorgen fotografiert, wie sich Richtung Ortsmitte ein 40-Tonner geradezu festgefahren hat. „Der Sattelzug kam zwischen den geparkten Autos nicht mehr weiter. Links standen Autos, rechts viele Baufahrzeuge, die mussten erst alle beiseite gefahren werden“, sagt der SPD- Ratsherr und zeigt auf seinem Handy die Bilder.

Liegt der Fehler im Navi?

Warum die großen Lastwagen und Sattelzüge überhaupt durch den für Schwerlastverkehr zu engen Fahrener Weg fahren, darüber hatten Anwohner schon bei einem von Oetken im Mai organisierten Ortstermin spekuliert. Sie hegten damals den Verdacht, das fehlerhafte oder ungenügenden Navigationssoftware dafür verantwortlich ist. Oetkens Annahme: Lasterfahrer, die von der A 28 auf die Urneburger Kreuzung zufahren, würden vom Navi nach links gelenkt und dann von der Oldenburger Straße kurz vor der Autobahnbrücke nach rechts auf den Fahrener Weg geschickt.

Bereits vor dem jüngsten Unfall hatte Oetken einen Antrag seiner Fraktion angekündigt, um große Laster vom Durchgangsverkehr auf dem Fahrener Weg auszusperren.

Verkehr wurde gezählt

Die Verwaltung hatte daraufhin im Juni eine Verkehrszählung in Richtung Ortsmitte vorgenommen. Das Ergebnis: „Während der Messung in einer Woche im Zeitraum von Dienstag bis Montag sind insgesamt weniger als 700 Fahrzeuge erfasst worden“, berichtet Gemeindesprecher Hauke Gruhn. In den sieben Tagen sei der Lkw-Anteil dabei unter drei Prozent gewesen. Und lediglich vier Fahrzeuge seien länger als zwölf Meter gewesen.

Durchfahrtverbot soll her

Der SPD-Ratsherr hat nun einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung gestellt, um ein Durchfahrtverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen zu erwirken. Er geht davon aus, dass das Thema beim nächsten Ausschuss für Straßen und Verkehr, am Mittwoch, 11. September, auf den Tisch kommt. Oetken: „Die Gefahr darf nicht hingenommen werden!“

Thorsten Konkel Redakteur, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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