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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Was vom neuen Bundestag erwartet wird

23.09.2017

Ganderkesee Am Sonntag wird ein neuer Bundestag gewählt. Seit Wochen läuft der Wahlkampf, Parteien stellen ihre Programme vor, die Kandidaten präsentieren sich den Wählern.

Aber was möchten die eigentlich am dringlichsten, auch mit Blick auf bestimmte Berufsfelder oder gesellschaftliche Gruppen, die sie vertreten. Die NWZ hat Wähler in Ganderkesee gefragt, was sie sich vom nächsten Bundestag und der Bundesregierung wünschen. Die Auswahl ist nicht repräsentativ, sollte aber ein möglichst breites Spektrum abdecken.

ASG Vortrag zur Pflegereform von links: Doris Josquin, Imke Högermann, Friedrich Mohn, Uwe Schwemmler BILD: Hergen Schelling

Der Pflegeheim-Leiter

Die Personalschlüssel in der Altenpflege müssen dringend verbessert werden, sonst gibt es bald keine Pflegekräfte mehr – es geht den Mitarbeitern „weniger“ um das Gehalt als vielmehr um die Arbeitsbedingungen.

Friedrich Mohn

Leiter des Altenpflegeheims Wichernstift

Orgel St. Hedwig, Pfarrer Norbert Lach, Britta Franke BILD: Stefan Idel

Der Pfarrer

Ich wünsche uns eine Gesellschaft mit Gott, in der Raum ist für altruistische (am Anderen orientierte) Werte in einer karrierebestimmten Zeit, in der sich jeder selbst der Nächste ist. Diesen Werten sich zu verpflichten, wünsche ich dem nächsten Bundestag.

Norbert Lach, katholischer Pfarrer

Hans Fingerhut Brahim Stitou Britta Franke Sarah Hochheiden BILD: privat

Der Unternehmer

Es muss Programme geben, die Firmen, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, schnell und unbürokratisch helfen. Arbeitgeber müssen sich in Notsituationen schneller von Personal trennen können, um das ganze Unternehmen zu retten und später wieder Mitarbeiter einzustellen.

Brahim Stitou, Geschäftsführer der Atlas GmbH

Hans Fingerhut Brahim Stitou Britta Franke Sarah Hochheiden BILD: privat

Der Umweltschützer

Ich fordere von der neuen Bundesregierung eine konsequentere, richtlinienkonforme Umsetzung und Weiterentwicklung von Natura 2000, damit mit mehr Biodiversität gegen den dramatischen Artenverlust durch die immer intensiver werdende Landwirtschaft gegengesteuert wird.

Hans Fingerhut, Nabu-Ortsgruppe Ganderkesee

Onno Osterloh BILD: privat

Der Landwirt

Die Landwirtschaft braucht eine parteiübergreifende Zielsetzung, die über einen längeren Zeitraum Gültigkeit hat als es bisher der Fall war. Wir Landwirte sind Unternehmer, die gerne allen Kundenwünschen nachkommen und die notwendigen Investitionen tätigen. Dafür brauchen wir eine verlässliche Grundlage.

Onno Osterloh, Landwirt

Hans Fingerhut Brahim Stitou Britta Franke Sarah Hochheiden BILD: privat

Die Mutter und Tagesmutter

Ich wünsche mir mehr Unterstützung. Es wird immer von Kindergärten und Krippen gesprochen, aber nie von Tagesmüttern, die die Kinder betreuen, wenn die Kitas geschlossen haben oder die Eltern keinen Platz bekommen. Wir tragen hohe Verantwortung und arbeiten mit viel Freude.

Britta Franke, Tagesmutter

Hans Fingerhut Brahim Stitou Britta Franke Sarah Hochheiden BILD: privat

Die Geschäftsfrau

Es ist wichtig, dass mehr Frauen früher in den Job zurückkehren. Dies ist oft schwierig. Frauen sind häufig im Einzelhandel tätig. Hier sind die Arbeitszeiten meist bis 18 Uhr oder später. Es gibt aber ein eher spärliches Angebot, seine Kinder so lange in der Betreuung zu lassen. Daran müsste gearbeitet werden.

Sarah Hochheiden, Augenoptikermeisterin

Manfred Gliese Oberschule Ganderkesee BILD: Dirk Wieting

Der Schulleiter

Mit der Abschaffung bzw. Lockerung des Kooperationsverbotes in der Bildungs- und Schulpolitik ließen sich Bundesmittel für die Sanierung und Ausstattung von Schulen effektiver einsetzen. Mit der Vereinheitlichung der Bildungsvoraussetzungen über die Ländergrenzen hinaus würden bundesweit gleiche Bildungschancen geschaffen.

Manfred Gliese, Leiter der Oberschule Ganderkesee

Die Kita-leiterin

Mein Wunsch ist Chancengleichheit für alle Kinder. Durch ein ausreichendes Angebot an Krippen und Kindergärten, die Abschaffung von Kitagebühren und gut ausgestattete Schulen kann die Chancengleichheit erheblich verbessert werden.

Edith Ohlenbusch, Leiterin Kita Sonneninsel

Der Ortsvereins-Vorsitzende

Neben der Förderung der ländlichen Strukturen halte ich vor allem eine sichere Rente für wichtig. Dafür sind feste Beschäftigungsverhältnisse erforderlich. Die Möglichkeiten für Leiharbeit und Minijobs muss der nächste Bundestag einschränken.

Reinhard Siemer, Ortsverein Elmeloh-Almsloh

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