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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Wohnpark: Am Fuchsberg rumort es heftig

02.05.2018

Ganderkesee Ende April sollte der Neubau des Wohnparks am Fuchsberg in Ganderkesee bezogen werden. So hatte es Investor und Geschäftsführer Friedhelm Clasen vor einem Monat angekündigt. Und so ist es jetzt auch gekommen, obwohl das dreistöckige Gebäude noch ziemlich nach Baustelle aussieht.

Bewohner des Seniorenheims und deren Angehörige sind irritiert bis empört, weil plötzlich alles so schnell gehen musste. „Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt“, sagte Cindy Klüner, deren Großmutter am Montag abrupt ihr Zimmer im Haus 4 verlassen und ins neue Haus 6 umziehen musste. Dort sei „vieles erst halb fertig“, beklagte die Enkelin, die zudem bezweifelt, dass der Neubau schon genügend ausgetrocknet ist: „Die Luftfeuchtigkeit ist da noch sehr hoch.“

Aber auch innerhalb der alten Fuchsberg-Häuser wurden Bewohner kurzfristig umquartiert. So wie die Mutter von Sylvia Kolsch im Haus 3. Der Tochter wurde das damit erklärt, dass Verträge für die bisherigen Räumlichkeiten ausgelaufen seien.

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Viele Wohnungen am Fuchsberg gehören nicht der Wohnpark GmbH, sondern privaten Investoren. In der Tat seien „Verträge zum 30. April ausgelaufen“, bestätigte Catrin Hintz, die neue Heimleiterin, auf Nachfrage der NWZ. Für weitere Angaben verwies sie an den Wohnpark-Geschäftsführer Friedhelm Clasen. Dieser war am Montag für Nachfragen nicht zu erreichen.

Schlecht informiert

Die Angehörigen beklagen neben den baulichen Unfertigkeiten im Haus 6, wo unter anderem im Aufenthaltsraum noch eine Tür fehlt und Möbel auf den Fluren stehen, vor allem die Informationspolitik von Heimleitung und Geschäftsführung: Sie habe aus der Zeitung erfahren, so Cindy Klüner, dass ihre Großmutter, die seit Dezember in der Demenzgruppe des bisherigen Wohnbereichs untergebracht war, in den Neubau umziehen sollte – aber nicht wann. Im neuen Gebäude, das westlich an den bisherigen Wohnpark anschließt, werden im Erdgeschoss und im ersten Stock vier Wohngruppen für insgesamt 49 Demenzkranke eingerichtet. „Der Informationsfluss war eine Katastrophe“, kritisiert Klüner. Auch Sylvia Kolsch fühlte sich überrumpelt vom plötzlichen Umzug: „Ich wurde vorher nicht informiert.“

Zum Monatswechsel

Co-Geschäftsführer Adrian Clasen, der Sohn des Wohnpark-Betreibers, gestand ein, dass die Betroffenen teils recht kurzfristig von den bevorstehenden Umzügen erfahren hätten. Aber diese hätten unbedingt zum Monatswechsel erfolgen müssen, erklärte er. Warum? Die Frage könne besser sein Vater beantworten. In der Hektik der Bau- und Umzugsphase sei sicher nicht alles glatt gelaufen, bat Heimleiterin Catrin Hintz um Verständnis.

Café geschlossen

Die jüngsten Ereignisse im Wohnpark haben auch Jens Hitschke schwer getroffen. Der bisherige Betreiber des „Café am Fuchsberg“ fühlt sich ebenfalls nur unzureichend über die Umzüge informiert. Weil sein Café im Haus 1 vom neuen Haus 6 bisher nur schwer zu erreichen sei, gehe ihm Kundschaft verloren, beklagte er. Auch wegen anderer Meinungsverschiedenheiten mit der Heimleitung hat er das Café kurzfristig „bis auf Weiteres“ geschlossen. Den Kiosk halte er offen, „solange man mich lässt“.

Am Dienstag bekamen die Ereignisse für Hitschke persönlich noch eine tragische Note: Seine Mutter, die neben ihrer Zwillingsschwester im Wohnpark lebte, verstarb am Vormittag. Während Hitschke für seine Mutter einen Umzug verweigert hatte, sollte seine Tante im Neubau untergebracht werden. Deren Betreuerin habe zugestimmt. Jens Hitschke ist sich sicher: Seine Mutter hat die bevorstehende Trennung von der Schwester nicht verkraftet.

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Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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