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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Ganderkeseerin kämpft für sozial Schwache

13.10.2016

Ganderkesee Erstmals ist Die Linke in diesem Jahr in Ganderkesee zur Gemeinderatswahl angetreten – mit einer Kandidatin: Und Einzelkämpferin Susanne Steffgen war prompt erfolgreich.

Leben

Susanne Steffgen wurde 1964 in Schifferstadt in Rheinland-Pfalz geboren. Erst seit 2014 lebt die 52-Jährige, die seit einem grippalen Infekt im Alter von 29 an CIDP, einer fortschreitenden entzündlichen Erkrankung der peripheren Nerven, leidet und auf den Rollstuhl angewiesen ist, in Ganderkesee. Aufgewachsen ist sie im rheinland-pfälzischen Speyer. Steffgen absolvierte drei Ausbildungen: Maschinenschlosserin, staatlich geprüfte Maschinenbautechnikerin und Versicherungskauffrau. Sie war unter anderem als Betriebsleiterin in einem Maschinenbaubetrieb tätig, führte eine Autoglaserei und machte sich mit einer Versicherungsagentur selbstständig. Mittlerweile lebt sie von einer kleinen Rente.

2008 verschlug es Susanne Steffgen mit ihrer Familie in den Norden. Weil ihre Tochter Alexia unter Lungenproblemen litt, zog die Familie nach Großheide in Ostfriesland. „Die Luft ist hier einfach besser“, sagt Susanne Steffgen. Nach der Scheidung zog die vierfache Mutter mit Tochter Alexia nach Oldenburg. Doch nur vier Jahre später hatte sich in ihrer Wohnung Schimmel ausgebreitet. Da in Oldenburg keine bezahlbare, rollstuhlgerechte Wohnung zu finden war, zog Steffgen zunächst in die Junge Pflege im Ganderkeseer Wohnpark Am Fuchsberg. Seit September lebt die 52-Jährige nun in einer eigenen Wohnung auf dem Gelände der Einrichtung.

Politik

Schon in Großheide engagierte sich Steffgen politisch. Sie besuchte Sitzungen der SPD, war aber kein offizielles Mitglied. Mit einer Freundin, die den Linken angehört, diskutierte Steffgen vor einigen Monaten über Politik und entschied sich, ebenfalls den Linken beizutreten. Über die Kandidatur bei der Gemeinderatswahl musste Steffgen nicht lange nachdenken: „Wenn schon, dann richtig.“ Vermutlich wird sie im Rat keine Einzelkämpferin bleiben, verrät Steffgen. Noch am Wahlabend habe es erste Angebote für eine Zusammenarbeit gegeben.

Ziele

Susanne Steffgen will sich für sozial Benachteiligte einsetzen. „Ob finanzielle oder körperliche Einschränkungen, da unterscheide ich nicht“, betont die 52-Jährige. So fordert sie mehr Wohnraum für diese Zielgruppe oder auch Taxischeine, die die Gemeinde zur Verfügung stellt. Auf ihrer Internetseite www.sozial-gut.de sammelt sie derzeit barrierefreie Einrichtungen in Ganderkesee, die sie übersichtlich darstellen möchte.

Wunsch

„Sozial Benachteiligten Leuten soll die Teilnahme am Leben ermöglicht werden, ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das dringend notwendig ist.“

Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
Rufen Sie mich an:
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