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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Gildebrüder streiten um das liebe Geld

23.02.2015

Wildeshausen Launige Anträge der Kompanien, Regularien, aber vor allem die Erhöhung des Jahresbeitrags und des Eintrittsgeldes brachten am Sonnabend Dampf in die Generalversammlung der Wildeshauser Schützengilde. 311 Gildebrüder hatten sich in der Widukindhalle eingefunden.

Während der neue General der Gilde, Jens Kuraschinski, die Sitzung der Totenlade in der Rekordzeit von 20 Minuten abhandelte, ging es anschließend nicht so flott voran. Nachdem die Einigkeit noch groß war beim Grundsatzbeschluss, ob das Gildefest in 2015 gefeiert werden soll, sah das beim Thema „Finanzen“ schon anders aus.

Zunächst hatte Schatzmeister Siegbert Schmidt eine Erhöhung des Eintrittsgeldes von bislang 25 Euro auf nunmehr 35 vorgeschlagen. Als Argument führte er an, dass darin ein Papagoy, die Statuten und die Liederorgel (Liedersammlung) enthalten seien und bei der Volksbank erworben werden könnten.

Bei 13 Gegenstimmen und 14 Enthaltungen wurde diese Erhöhung angenommen. Sie gilt ab sofort. Als Schmidt im zweiten Schritt die Erhöhung des Jahresbeitrags von bisher 26 auf 36 Euro ab 2016 ankündigte, ging es dann hoch her.

„Wir müssen unser Gildefest auf Dauer attraktiver machen. Seit zehn Jahren haben wir den Mitgliedsbeitrag nicht erhöht. Nun muss etwas passieren“, warb der Schatzmeister. Die Kosten seien gestiegen und mehr als 400 Mitglieder seien beitragsfrei. Beitragsfrei sind alle Gildebrüder, die länger als 40 Jahre Mitglied sind und mindestens 65 Jahre alt. Der demografische Wandel mit immer mehr immer älteren Menschen mache auch vor der Gilde nicht halt.

Angesichts der Rücklagen von 213 000 Euro und eines positiven Jahresabschlusses aus dem vergangenen Geschäftsjahr von 11 834 Euro (Vorjahr 9842 Euro) sahen das viele Gildemitglieder dennoch nicht ein. Erst als Altbürgermeister Franz Duin das Wort ergriff und darauf hinwies, dass die Gilde die größte Bürgervereinigung Wildeshausens sei und auch bleiben wolle, beruhigten sich die Gemüter. Duin forderte dazu auf, die Beitragsfreiheit zu kappen oder diese bei Erreichen der Gilde zu spenden. Zudem gebe es in den Statuten eine Härteklausel, hieß es weiter.

Das Abstimmungsergebnis fiel dennoch knapp aus. 128 Gildebrüder stimmten für die Erhöhung, 115 dagegen. 25 enthielten sich. Anders hätte das Ergebnis wohl ausgesehen, wenn sich nicht schon ein Teil der Mitglieder außerhalb der Widukindhalle versammelt hätte, so dass statt der 311 Stimmberechtigten nur 268 ihr Votum abgaben.

Die Höhe der Beträge für König (1100 Euro) Schaffer (1100), Fähnriche (1600) und Kinderkönig (500) bleiben in diesem Jahr unverändert. Aber auch hier erklärte Schmidt, dass bald wohl eine Erhöhung notwendig sei.

Die Totenlade schloss mit einem Überschuss von 40 650 Euro (2013: 44 133 Euro). 575 742 Euro (2013: 535 842 Euro) liegen in den Rücklagen. 5820 Mitglieder (5762) sind verzeichnet. Insgesamt hat die Gilde 3555 Mitglieder.

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Wildeshauser Schützengilde | Volksbank

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