• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 4 Minuten.

Ankündigung von Kultusminister Tonne
Testpflicht in niedersächsischen Kitas kommt Mitte Februar

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Blindgänger In Wildeshausen: Granate aus Zweitem Weltkrieg gesprengt

27.02.2015

Wildeshausen Bei Baggerarbeiten auf dem Gelände von Landmaschinen Schröder in Wildeshausen ist am Donnerstagmorgen eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Bagger und Radlader bereiten derzeit den Boden an der Heemstraße für einen Neubau vor.

Gegen 11 Uhr benachrichtige Architekt Karl-Wilhelm Jacobi den Kampfmittelbeseitigungsdienst Hannover. Der hat eine Außenstelle in Achternholt in der Gemeinde Wardenburg. Sprengmeister Hans Mohr (50) und sein Munitionsfacharbeiter Johann Hillmer (54) identifizierten die Granate als Blindgänger. „Es handelt sich um eine Flugabwehrgranate der deutschen Wehrmacht“, so Mohr. Der Zünder sei aber so verrottet, dass sich die Granate nicht mehr entschärfen ließe.

Mohr trug die Flak-Granate vom Schröder-Gelände in die benachbarte Pagenmarsch. Im Auto durfte sie nicht transportiert werden. Neben dem Wall zum neuen Feuerwehr-Gelände bohrte Hillmer ein 1,50 Meter tiefes Loch. Die etwa 30 Zentimeter lange Granate mit einem Durchmesser von 8,8 Zentimetern wurde mit 500 Gramm Plastiksprengstoff samt Zündschnur versehen, im Erdloch versenkt und mit Sand verschlossen.

Gegen 14.45 Uhr bauten Polizei und Feuerwehr eine Sicherheitszone von 200 Metern auf und sperrten die Krandelstraße und die Breslauer Straße. Anwohner durften aber in ihren Häusern bleiben. Die Freiwillige Feuerwehr Wildeshausen war mit 14 Einsatzkräften vertreten, die Polizei mit zehn.

NWZTV zeigt ein Video

Um 15.11 Uhr gab es einen lauten Knall und eine senkrechte Fontäne von 15 Metern stieg empor. Diverse Zuschauer verfolgten die Sprengung aus sicherer Entfernung.

„Es hat alles reibungslos geklappt“, bilanzierte Mohr. Granatsplitter hätten weder er noch sein Kollege gefunden. „Dadurch, dass wir die Granate 1,50 Meter tief eingegraben haben, sind die Splitter alle in die Erde gedrückt worden“, erklärt der Experte. Gegen 15.30 Uhr wurde die Sperrung der Breslauer und der Krandelstraße wieder aufgehoben.

Für Mohr und Hillmer war der Einsatz am Donnerstag in Wildeshausen bereits der 50. in diesem Jahr. Im Vorjahr war das Duo in Weser-Ems zu 300 Einsätzen gerufen worden und entschärfte oder sprengte insgesamt 14 Tonnen Munition.

„Glück auf“, meinte der Sprengmeister, als er sich verabschiedete. Die Schutzpatronin der Sprengstoffexperten ist nämlich die Heilige Barbara, ebenfalls Schutzpatronin der Bergleute.

Video

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
Rufen Sie mich an:
04431 9988 2705
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.