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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

2016: Große Projekte und riesige Party gefeiert

31.12.2016

Großenkneten Der Begriff „Ende einer Ära“: In diesem Fall trifft er zu. Mit Heinz Heinsen hat sich 2016 ein politischer Akteur von der Ratsbühne verabschiedet, der oft im Scheinwerferlicht stand und auch hinter den Kulissen an vielen Strippen gezogen hat. 44 Jahre saß er für die Großenkneter SPD im Gemeinderat, davon 26 Jahre an vorderster Spitze, zunächst elf Jahre als ehrenamtlicher Bürgermeister, dann als Ratsvorsitzender. Mit dem Ende der Wahlperiode gab der Vielfach-Ehrenamtler aus Altersgründen seine Ratsarbeit auf. Die Gemeinde lässt ihm für sein Lebenswerk die größtmögliche Ehrung zukommen, die sie in petto hat: Sie macht den Großenkneter Heinz Heinsen zu ihrem allerersten Ehrenbürger.

Im neuen Gemeinderat, gewählt am 11. September von gerade einmal 54,15 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung, ändert sich einiges. Das Gremium schrumpft auf 30 Sitze, dafür wird die Zahl der vertretenen Parteien höher. Die Alternative für Deutschland (AfD) schafft aus dem Stand heraus drei Mandate. Der einstigen Gruppe CDU/FDP kommt dabei die Mehrheit abhanden. CDU und SPD setzen auf eine sachorientierte Zusammenarbeit – und bestimmen die Personalien.

Für den bisherigen stellvertretenden Bürgermeister Rolf Jessen (FDP) bleibt nur noch der Part des stellvertretenden Ratsvorsitzenden (hinter dem neuen Ratsvorsitzenden Torsten Deye) über. Neue stellvertretende Bürgermeister sind seit November Samuel Stoll (CDU) und Hartmut Giese (SPD). Wenn sie möchten, können sie jetzt bei den Jubilaren die Präsente in einem großen Korb mitbringen, so wie Jessen es immer gemacht hat.

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Die Kommunalpolitik war ein großes Thema, Es gab viele weitere in der Gemeinde. Der Überblick von A bis Z:

Abgeschafft: Das Amt des Bezirksvorstehers löst die Gemeinde auf. Die Begründung lautet: Es gibt keine Aufgaben mehr.

Bauarbeiter haben reichlich zu tun. Für rund 1,1 Millionen Euro entsteht der Anbau am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium. Im Ahlhorner Kasinowald baut ein Investor ein großes Seniorendorf. In Ahlhorn wird die G 213 mal wieder geflickt, der Netto-Markt erweitert, und der Bau der neuen Rettungswache der Johanniter für 980 000 Euro beginnt. Auf Gut Sannum wird im Oktober der neue „Bullenstall“ für 900 000 Euro eingeweiht. Beim Blockhaus Ahlhorn sind Sanierung und Neubau von Gebäuden weitgehend abgeschlossen. Fast 5,9 Millionen investiert die Landeskirche in das Gesamtprojekt.

Cocktails und mehr gibt es bei der Babalumba Beach Bar am Badesee in Westrittrum. Pfiffige Aktionen wie Freiluftkino und Sauna sorgen für zusätzliche Attraktivität.

Diebe haben ihren Gefallen am Rathaus Großenkneten gefunden. Zwar wird Anfang des Jahres eine Alarmanlage installiert, doch im August sind die ungebetenen Gäste schon wieder da.

Erinnerungspunkte: Der Bürgerverein Großenkneten baut dieses System der Historie am Bürgersteig um weitere fünf Stelen aus. Geschichte auch bei den Ahlhorner Fischteichen: Im April wird eine Gedenktafel für die Kulturfrauen und ihre Leistung beim Aufbau der Wälder seit 1945 enthüllt.

Flüchtlinge: Im Februar denkt die Gemeinde noch über Plan B mit Schlichtbauten und Notquartieren nach, um alle Asylbewerber unterbringen zu können. Doch die Zahlen lassen danach deutlich nach. Es bleibt bei der dezentralen Unterbringung. Der Plan B verschwindet in der Schublade.

Genuss: Mit Meyers Gasthaus und dem Restaurant Schalotte, beide in Huntlosen, landen gleich zwei Betriebe im Slowfood-Führer.

Huntlosen bekommt ein neues Feuerwehrhaus. Das beschließt der Rat einmütig, und nach einigem Überlegen folgt er auch dem Wunsch, vier Stellplätze plus Waschplatz einzurichten.

Infrastruktur für Sportler: Großenknetens Fußballer erhalten – mit leichter Verspätung – einen Kunstrasenplatz im Stadion. Es ist der Ersatz für die verlorene Fläche, die als Erweiterungsfläche für die Firma Butt gebraucht wird. Ahlhorns Faustballer werten ihre Anlage im Stadion durch eine neue Tribüne auf.

Jubilare: Auf jeweils 50 Jahre blicken die Fußballer des TSV Großenkneten und der Herz-Jesu-Kindergarten in Allhorn zurück. Der Kaninchenzuchtverein I 31 Huntlosen richtet im November seine 50. Schau aus. 110 Jahre besteht inzwischen der Männergesangverein „Frisch auf“ Halenhorst. Ende August erhält er dafür endlich die ersehnte Zelterplakette. Gar auf 140 Jahre blickt der Posaunenchor Großenkneten/Ahlhorn der evangelischen Gemeinde zurück.

Kräftig zupacken gilt es im Dezember bei der Traditionsgemeinschaft des Hubschraubertransportgeschwaders (HTG) 64: Sie zieht mit ihrem kleinen Museum vom Alten Posthaus zum Ex-Fliegerhorst um.

Lob für den Einsatz für die Allgemeinheit: Am Tag des Ehrenamtes zeichnet die Gemeinde Waltraut Eichhorn, Anke Koopmann, Ewald Deepe, Heinz Evers, Jan Uwe Herberts, Lothar Moysich und Gerold Schütte aus.

Mineralstoffdeponie: Keiner will sie haben in Döhlen. Anfang des Jahres kommt aber der Planfeststellungsbeschluss, die Bagger rücken an. Doch im Sommer verbuchen die Kläger einen Erfolg: Das Oberverwaltungsgericht stoppt die Arbeiten. Derzeit will die Firma die Unterlagen nachbessern. Fortsetzung 2017.

Neubau beschlossen: In Ahlhorn wird im Neubaugebiet Am Lemsen ein dritter Kindergarten entstehen. Zugleich erfolgt ein Anbau am Hans-Roth-Kindergarten.

Offiziell ist seit dem Juni, was zuvor schon viele Jahre lang gepflegte Praxis war: die Partnerschaft zwischen Großenkneten und Suprasl. In Polen wird die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet.

Party total: Das Dorf Döhlen lässt die Puppen tanzen bei seiner 1234-Jahr-Feier. Der riesige Umzug mit 98 Wagen und Gruppen begeistert tausende Gäste.

Quer durch den Ort Huntlosen ist die Freie Humanistische Schule umgezogen. Von Hosüne wechselt sie im April in die ehemalige Mosterei am Sportplatz.

Ruhe herrscht beim geplanten Schießzentrum auf der ehemaligen Standortschießanlage in Ahlhorn. Zwar sammeln die Jägerschaften aus Cloppenburg und Vechta Zuschusszusagen ihrer Landkreise ein, doch mehr passiert nicht. Ein Klage läuft gegen das Vorhaben vor Gericht.

Stromtrasse entlang der A 29 in der Gemeinde Großenkneten: Diese mögliche Variante elektrisiert so manchen ab dem Sommer. Noch ist nichts entschieden.

Touren per Rad auf den Spuren der Landwirtschaft: Das ist seit Oktober in der Gemeinde möglich. Hier hat das Kreislandvolk den ersten Abschnitt seiner kreisweit geplanten Route „Kiek in’t Land“ eröffnet.

Umzug ins Rathaus: Die Integrationsbeauftragte Andrea Schröder verlässt im Februar das Dorfgemeinschaftshaus Ahlhorn.

Verbrechen: Mit einem Küchenmesser hatte ein 22-Jähriger seine Ehefrau, beide aus dem Irak, im November 2015 schwer verletzt. Der Bundesgerichtshof bestätigt im Dezember das Urteil von neun Jahren und sechs Monate. Die Frau wird ihr Leben lang ein Schwerstpflegefall bleiben.

Weichenstellung: Völlig marode war das Stellwerk Ahlhorn. Dank eines Kraftaktes vieler Beteiligter ist es seit September ein Vorzeigedenkmal und der Sitz des Monumentendienstes. Kosten: 320 000 Euro.

X-mal ist die Trägerschaft des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums zwischen Gemeinde und Landkreis über Jahre besprochen worden. Der vertragliche Durchbruch gelingt 2016: Der Kreis übernimmt ab August 2017 das Gymnasium in seine Verantwortung (und Kasse).

Ytong-Steine und andere Baumaterialien werden mehr denn je benötigt, denn die Baugebiete wachsen rasant. Auch beim Gebiet am Westerburger Weg in Huntlosen ist die Nachfrage groß.

Zug: Auf ihn warten die Fahrgäste an den drei Bahnhöfen. Dafür stehen sie leider auch im Zug, denn die Bahn ersetzt einfach nicht die kaputten Scheiben in den Fahrgastunterständen.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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