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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Lena Kempermann Aus Großenkneten: Sie tritt den Politikern auf die Füße

25.03.2020

Großenkneten /Bremen Sie setzt sich ein: Die Großenkneterin Lena Kempermann engagiert sich bei der Organisation „ONE“ gegen Armut. Im Gespräch erzählt sie von ihren Beweggründen und ihren Zielen.

Wie kam Lena Kempermann zu „ONE“?

Eine Dokumentation über die Armut in der Subsahara-Zone inspirierte die Großen-kneterin. „Ich wollte mich engagieren für die Bekämpfung extremer Armut“, sagt Kempermann. Die Ziele der Organisation „ONE“ würden daher perfekt zu ihren passen. „Ich will denjenigen eine Stimme geben, die sonst nicht gehört werden. Wo du geboren bist, darf nicht entscheiden, ob du lebst“, sagt sie.

Welche konkreten Ziele verfolgt die Organisation?

Die Vereinten Nationen haben sich das „Ende extremer Armut bis 2030“ als erstes ihrer 17 nachhaltigen Entwicklungsziele in der Agenda 2030 gesetzt. „Das ist der Leitgedanke von ‘ONE’. Dafür kämpfen wir und dafür treten wir Politikern regelmäßig auf die Füße. Wir fordern bessere und klügere Investitionen, damit Armut ein für alle Mal der Vergangenheit angehört“, erklärt die 22-jährige Studentin. Die Kampagnen- und Lobbyarbeit finanziert sich ausschließlich mit Stiftungsgeldern. „Wir nehmen keine Spenden an, um uns nicht abhängig zu machen“, erklärt Kempermann.

Welche Erfahrungen hat die junge Frau gemacht?

Um Jugendbotschafterin zu werden, musste sich Kempermann bewerben. Sie ist die Vertreterin aus Bremen – da sie dort lebt und studiert. Anfang März fand ein Treffen mit Wolfgang Schmidt, dem Staatssekretär von Vizekanzler Olaf Scholz, statt. Insgesamt 45 Jugendbotschafter von „ONE“ tauschten sich zwei Stunden lang mit Schmidt aus. „Wir haben über unsere Ziele gesprochen und darüber, dass Europa eine Vorreiterrolle inne hat. Das Potenzial wird aber leider nicht genutzt“, sagt Kempermann.

Da Deutschland in der zweiten Jahreshälfte die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt, könne man besser Themenschwerpunkte setzen. Außerdem will die EU zeitnah ihr Budget bis 2027 festlegen. „Wenn wir eine Chance haben wollen, die extreme Armut bis 2030 zu bekämpfen, müssen Gelder eingeplant werden“, so die Großenkneterin.

Über ihr Engagement habe sich auch Wolfgang Schmidt gefreut. „Er hat uns in unserer Arbeit bestärkt und Parallelen zu seinen Anfängen in der Politik gesehen“, erzählt Kempermann. „Wolfgang Schmidt versicherte uns, dass junge Leute gehört werden – und deswegen sollen wir auch weiter für unsere Ziele kämpfen“, so die 22-Jährige, die sich über die Wertschätzung freut.

Welche Aktionen sind in nächster Zeit geplant?

Aufgrund der Corona-Pandemie seien die nächsten Aktionen verschoben worden. „Wir wären eigentlich bei der Tour von Komikerin Carolin Kebekus dabei gewesen. Sie unterstützt unsere Organisation, deswegen dürfen wir bei ihren Auftritten über unsere Arbeit informieren“, erklärt Kempermann. Im September solle die Tour nachgeholt werden – dann auch mit Jugendbotschaftern von „ONE“. „Wir sammeln dann Unterschriften. So kann man unsere Arbeit unterstützen. Daher auch der Name ‘ONE’ – weil jede Stimme zählt.“

Wo sieht sich Kempermann in ein paar Jahren?

Zunächst möchte die 22-Jährige ihr Bachelor-Studium beenden – das letzte Semester steht bevor. „Ich möchte aber weiter lernen. Ich möchte noch mehr Zeit in meine Ausbildung investieren“, sagt sie. Direkt im Anschluss an ihr Studium in Bremen wolle sie daher einen Masterstudiengang belegen. „Da ich Spanisch im Nebenfach belege, passt ein Studium in Richtung Internationale Politik/Internationale Beziehungen gut. Ich werde mich bundesweit bewerben – auch ein Studium im Ausland kommt für mich in Frage“, erzählt die Großenkneterin.

Der Politik will Kempermann auch künftig treu bleiben – in der Parteipolitik sehe sie sich aber nicht. „Die Lobbyarbeit passt gut zu mir, das gefällt mir. Hier kann ich mich auf ein Thema spezialisieren und an Lösungsvorschlägen arbeiten.“

Für eine internationale Organisation im sozialen Bereich wolle sie später arbeiten, blickt sie voraus. „Mir ist es wichtig, dass ich mich für andere Menschen einsetzen kann. Ich will die Welt ein kleines Stückchen besser machen“, sagt die junge Frau.

Gloria Balthazaar Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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