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Aktualisiert vor 2 Minuten.

Unfall Beim Ahlhorner Dreieck
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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Erfahrungen eines AfD-Ratsherrn

20.06.2018

Großenkneten Im Herbst 2016 ist es ein Novum in den Gemeinden des Landkreises Oldenburg gewesen. Nur in der Gemeinde Großenkneten trat die Alternative für Deutschland (AfD) mit einer eigenen Liste für die Ratswahl an und schaffte prompt aus dem Stand heraus drei Sitze am Kneter Ratstisch. Daneben ist die AfD im Kreis nur noch im Kreistag des Landkreises Oldenburg vertreten. Nach knapp 20 Monaten hat es jetzt den ersten Wechsel in der AfD-Fraktion gegeben. Dierk Horstmann rückte für den ausscheidenden Heinrich Rykena nach. Der bisherige Senior des 31-köpfigen Rates nutzte die Gelegenheit zu einem kurzen Fazit der Arbeit und des Umgangs mit der AfD.

„Aus gesundheitlichen Gründen“ zieht sich der Rektor in Ruhestand, wohnhaft in Ahlhorn, aus der Ratsarbeit zurück. Er ist 82 Jahre alt. Ein Rykena wird aber weiterhin am Tisch sitzen: Sohn Harm, inzwischen AfD-Landtagsabgeordneter.

„Als Erstes: Der freundliche und höfliche Umgang der Ratsmitglieder hat mich beeindruckt.“ Danach gestand Heinrich Rykena der Runde zu, „dass sie alle mehr von Kommunalpolitik wissen als ich“.

Für den damals 81-Jährigen war ein besonderer Moment die konstituierende Sitzung des neuen Rates im November 2016 gewesen. „Ich durfte die Wahl des Ratsvorsitzenden leiten, obwohl ich Mitglied der AfD bin. In unserem Lande ist das nicht selbstverständlich.“ So sei im Bundestag dem ältesten Mitglied, das von der AfD kam, diese Aufgabe verweigert worden, da dann vom dienstältesten Mitglied die Rede gewesen sei, um die AfD zu verhindern. „Hier wären wir weiter“, kommentierte Rykena.

Was den scheidenden Ratsherrn wunderte: „Niemand im Rat oder in Ahlhorn wollte wissen, warum ich in der AfD Mitglied bin. Dafür gibt es viele Gründe.“ Nur die SPD-Ratsfrau Andrea Oefler habe ihn gefragt, „warum ich in dieser schrecklichen Partei bin“. Doch die Gründe habe sie nicht hören wollen. Für seine politische Arbeit habe er „Zuspruch in reichlichem Maße“ erhalten, sowohl in Ahlhorn als auch anderswo.

Dem Rat wünschte Rykena, ,weiter so erfolgreich zu arbeiten“. Mit Klopfen auf den Tischen wurde von den meisten Ratsmitgliedern auf die Rede reagiert. Ratsvorsitzender Torsten Deye bedauerte es, „dass eine Person mit so einer Lebenserfahrung den Rat verlässt. Die Mischung aus Jung und Alt macht es aus.“ Zusammen mit Bürgermeister Thorsten Schmidtke überreichte er zum Abschied ein Geschenk.

Einen Blumenstrauß gab es für Nachfolger Dierk Horstmann zur Begrüßung. Der neue Ratsherr nahm kommentarlos am Ratstisch Platz. Er ist 48 Jahre alt, verheiratet, lebt in Ahlhorn und ist gelernter Landwirtschaftsmeister.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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