• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Großenkneter Gemeindechef geschnappt

18.05.2016

Wildeshausen Bevor am Dienstag die 125 neuen Rekruten auf der Herrlichkeit vereidigt werden konnten, berichtete General Jens Kuraschinski noch von einem Einsatz der Wache in Großenkneten. Im dortigen Rathaus wurde um 9 Uhr morgens Knetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke verhaftet und abgeführt.

Der Bürgermeister soll „nicht autorisiert“ und „ohne Absprache“ in „fremdem Hoheitsgebiet“, wie es in dem Einsatzbefehl an den Hauptmann der Wache hieß, versucht haben, wie ein Gildemitglied zu feiern, obwohl er keines ist. Außerdem soll er das Gildefest und dessen Strukturen ausspioniert haben. „Sein Verhalten ist mit dem Protokoll der Gilde nicht kompatibel“, schlussfolgerte General Kuraschinski in dem Einsatzbefehl.

Der entstandene Schaden könne nur durch eine Zwangsmitgliedschaft in der Gilde wieder gut gemacht werden, sagte Kuraschinski. Dieser Schritt sei ohnehin längst überfällig, da seine Frau aus Wildeshausen stamme. Der Zwangsmitgliedschaft kam Schmidtke allerdings zuvor, indem er seinen freiwilligen Eintritt in die Gilde ankündigte.

Oberst Ernst Frost schritt zum letzten Mal als Oberst die Truppe ab und machte sich ein Bild vom Zustand der Kompanien. Wie immer erkundigte er sich dabei auch nach dem Wohlbefinden der Gildemitglieder. Zusammengefasst: Den Soldaten geht es soweit gut, nur die Füße täten ihnen manchmal weh. Frosts Vorschlag: Man könne ja Rollschuhe oder Skateboards für die Gilde einführen.

Einen anderen Vorschlag schmetterte Frost aber ab. Peter Petersen vom Spielmannszug bat darum, eine kurzärmelige Sonderuniform zu genehmigen. Bei allen ginge das aber nicht, sagte der Oberst. „Nachher seid ihr noch alle tätowiert“, begründete Frost seine Absage.

Offenbar wenig schmackhaft war dem Oberst aber ein Schluck Klosterfrau Melissengeist, der ihm beim Abschreiten der Truppe in einem Flachmann angeboten wurde.

Auch wenn teilweise die Füße müde waren, bescheinigte der Oberst den Kompanien bei der Meldung vor dem General einen „hervorragenden“ Zustand.

Nach dem dreimaligen Parademarsch und den Auszeichnungen und Beförderungen marschierten die Gildebrüder mit den frisch vereidigten Rekruten durch die Stadt zum Rathaus. Dort konnten sich die Gildeneulinge ins Gildebuch eintragen und so ihre Mitgliedschaft bei den Schützen komplett machen.

Christopher Hanraets
Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2504

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.