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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Kreistag: Grüne verlieren 5666 Stimmen

13.09.2016

Landkreis Der Kreistag des Landkreises Oldenburg bekommt ein neues Gesicht: Von den nunmehr 50 Abgeordneten sind 30 neu. Nicht wieder beworben hatten sich zehn langjährige Mitglieder, darunter Ernst-August Bode (FDP), Helmut Hinrichs (SPD), Christa Plate, Bernhard Schwarting und Horst Siemers (alle CDU). Aber auch namhafte Bewerber verpassten den Sprung in den Kreistag. So gelang der früheren FDP-Bundestagsabgeordneten Angelika Brunkhorst aus Wohlde mit 737 Stimmen nicht, einen Sitz im Kreistag zu bekommen.

Wie fällt das vorläufige Endergebnis aus?

Insgesamt waren 107 705 Bürger wahlberechtigt, 4654 mehr als 2011. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,77 % (2011: 54,94 %). Stärkste Kraft ist die CDU, die auf 54 211 Stimmen (30,73 Prozent) kam, genau 1267 mehr als 2011, ab prozentual 1,62 Punkte weniger. Die SPD verlor 3,29 Punkte und kommt auf 53 909 Stimmen (30,55 %). Beide großen Parteien haben 15 Sitze. Auf Platz 3 folgen die Grünen mit 21 232 Stimmen (12,03 %) – 5666 weniger als vor fünf Jahren. Sie haben nunmehr sechs statt sieben Sitze. Die FDP (17 103 Stimmen; 9,69 %) verbesserte sich um 2920 Stimmen und hat nun fünf Mandate. UWG (3,97 %) und Linke (2,77 %) sind mit je zwei Sitzen vertreten; die Freien Wähler (1,94 %) mit einem.

Wer ist der Sieger der Kreistagswahl?

Eindeutiger Gewinner ist die „Alternative für Deutschland“ (AfD), die aus dem Stand auf 13 859 Stimmen (7,85 %) kam. Sie zieht mit vier Abgeordneten in den neuen Kreistag ein. Kreisvorsitzender Herbert Sobierei sagte, die AfD hätte gern mehr Mandate bekommen, werde aber „ihr Bestes tun“, um ihre Ziele zu verwirklichen. Dazu gehörten eine bessere Wirtschaftsförderung und eine effektive Arbeit der Job-Center.

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Gibt es prominente Wahlverlierer?

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Gabriele Roggenthien (Voßberg) schaffte mit 331 Stimmen nicht mehr den Sprung in den Kreistag. Auch der frühere Wardenburger Bürgermeister Eckhardt Hildebrandt (UWG) wurde nicht wiedergewählt. Keine neuen Mandate erhielten unter anderem Kerstin Schnitger-Jebing, Nico Rettcher, Heinz-Jürgen Greszik, Erika Schröter und Werner Wulf (alle SPD), Eckhard Heinje, Achim Grätz (beide CDU), Regina Huntemann, Martin Brinkmann (Grüne), Wolfgang Däubler (UWG) und Frank Freese (FDP). Den Sprung zurück in den Kreistag verpassten unter anderem Rolf Jessen, Hans-Jürgen Hespe (beide FDP) oder Uwe Krebs (CDU).

Was sagen die Parteien zum Ergebnis?

Ansgar Focke (CDU) freut sich über den Zugewinn seiner Partei. Sie wolle nun zuerst das Gespräch mit der SPD suchen. Der SPD-Kreisvorsitzende Axel Brammer sagte, man werde mit allen Parteien sprechen. „Wir können auch mit wechselnden Mehrheiten zu Lösungen kommen.“ Das Fazit des FDP-Kreisvorsitzenden Niels-Christian Heins fiel positiv aus: „Wir sind nicht unzufrieden.“ Die FDP im Kreis habe das beste Ergebnis im Oldenburger Land geholt. Gern hätte man aber die 10-Prozent-Marke geknackt.

Enttäuscht über das Abschneiden seiner Partei zeigte sich Grünen-Sprecher Eduard Hüsers. Zu einer Analyse werde man sich an diesem Dienstag treffen. Kreszentia Flauger (Linke) zeigte sich dagegen zufrieden. Man habe ein Mandat zusätzlich bekommen. Aus Sicht von Wolfgang Däubler (UWG) hat sich die Situation im Kreistag „dramatisch verändert“. Däubler bekam 684 Stimmen – zehn weniger als Rainer Kolloge (UWG). Dieser denke darüber nach, auf sein Kreistagsmandat zu verzichten. Eine Gruppe mit den Freien Wählern will die UWG auf keinen Fall bilden.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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