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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Kleine Wohnungen werden großes Thema

29.05.2019

Harpstedt Die Prognose ist eindeutig. Die Samtgemeinde Harpstedt, so sagt der Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen voraus, werde bis 2030 überdurchschnittlich von Alterung betroffen sein – und in der Folge immer mehr kleine, bezahlbare Wohnungen benötigen. Doch die wurden bislang kaum geschaffen. Also was tun? Der Schul- und Sozialausschuss machte sich am Montagabend in der Delmeschule Gedanken.

Räume besichtigt

Manch ein Möbelstück sei schon „recht antik“, frotzelte Jugendpfleger Markus Pieper, als er und seine Kollegin Annelen Voß am Montagabend dem Schul- und Sozialausschuss der Samtgemeinde die Räume der Jugendpflege in der Delmeschule zeigten. Doch es komme darauf an, dass sich die Besucher wohlfühlen, hieß es von den Besuchern. Die Jugendpflege verfügt hier auch über einen Raum mit zehn PC-Plätzen, wo, so Annelen Voß, viel Kommunikation stattfinde und auch viel gelacht werde.

Bei der Sitzung stellte Benjamin Möller, Projektmanager beim Kommunalverbund, vor, was sein Brötchengeber in einer Untersuchung des regionalen Wohnungsmarktes von Bremen und umzu herausgefunden hatte.

Bremen, so sagte Möller, verliere „dramatisch“ an Einwohnern, insbesondere Familien. Harpstedt, eine Samtgemeinde mit stabiler Bevölkerung und relativ geringen Preisen für Mieten und Wohneigentum, zähle zu den Gewinnern.

Doch in der Samtgemeinde werde sich der Wohnungsmarkt radikal verändern, sagt die Untersuchung. Das Durchschnittsalter habe 2003 bei 42,7 Jahren gelegen, 2015 bei 46,3 Jahren. Für 2030 seien 50,7 Jahre berechnet, deutlich über dem regionalen Schnitt (46,1 Jahre). Folge der Alterung: Die Zahl der Ein- bis Zwei-Personenhaushalte steigt (um 350), die der größeren Haushalte sinkt (um 225).

Für viele kleine Haushalte seien kleine Wohnungen interessant, sagte Möller. Aber die seien in Harpstedt rar: „Der Anteil der Ein- bis Zwei-Zimmerwohnungen am Gesamtbestand beträgt in der Samtgemeinde 3,5 Prozent“, sei damit „sehr gering“. 2015 gab es 171 solcher Wohnungen.

Stattdessen würden Häuser und größere Wohnungen gebaut. Die Neubau-Bilanz für den Zeitraum 2011 bis 2015: drei kleine Wohnungen, 74 größere.

Angesichts dieser Zahlen fragte Ratsfrau Saskia Kamp (SPD) nach den „Stellschrauben“, mit denen die Politik hier eingreifen könne, damit nicht nur Ein- und Zweifamilienhäuser oder hochpreisige Eigentumswohnungen gebaut würden. 

Die Anmerkung von Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse, dass Mehrfamilienhäuser in Einfamilienhausgebieten teils kritisch gesehen würden, wollte Götz Rohde (Grüne) nicht gelten lassen: „Das Argument ,Wir wollen hier keine Mehrfamilienhäuser’ kann nicht Richtlinie sein.“

Hartmut Post (CDU), zugleich Bürgermeister von Dünsen, berichtete, wie schwierig es für kleine Gemeinden sei, überhaupt Wohnraum zu ermöglichen. Für Dünsen sei es ein Glücksfall gewesen, dass das neue Baugebiet „Am Buchenhain“ (2,2 Hektar, etwa 25 Grundstücke) bereits seit langem im Flächennutzungsplan ausgewiesen war.

Der Ausschuss verständigte sich darauf, den Kommunalverbund erneut einzuladen – und zwar dann, wenn er auch den „Methodenkoffer“ erarbeitet hat, der kommunale Einflussmöglichkeiten auf den Wohnungsneubau und -umbau aufzeigt.

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Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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