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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Modern einkaufen bei Inkoop dank Netto

27.03.2019

Harpstedt Handfeste Überraschung für den Rat des Fleckens Harpstedt: Der Discounter Netto ist nun doch willens, an den jetzigen Inkoop-Standort am Junkernkamp umzuziehen. Das ändert die Ausgangslage für die Märkte-Diskussion im Flecken – und führte am Montagabend bei der Sitzung des Gemeinderates im Hotel Zur Wasserburg zu unerwarteter Einigkeit: Mit 12 Ja-Stimmen (keine Enthaltung, kein Nein) schob der Rat das Bauleitplanverfahren für den Märkte-Neubau für Inkoop und Aldi an der Wildeshauser Straße an.

Verträglichkeit wird untersucht

Der Aufstellungsbeschluss des Rates zielt auf die Ausweisung eines „Sondergebiets Einzelhandel“ (vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 56). Die Auswirkungen auf die Versorgung im Flecken sollen durch eine Verträglichkeitsuntersuchung bewertet werden. Der Flächennutzungsplan ist von der Samtgemeinde zu ändern.

Helmut Kosten, Senior-Geschäftsführer von Inkoop, wies auf das 30-jährige Bestehen von Inkoop in Harpstedt hin. Gefeiert werde am Sonnabend, 20. April. Zum Diskussionspunkt Arbeitsplätze sagte er, dass ein Discounter im Schnitt unter zehn Mitarbeiter beschäftige, ein Vollsortimenter wie Inkoop etwa 50.

Erst wenige Stunden vor der abendlichen Sitzung war Bauamtsleiter Jens Hüfner die schriftliche Nachricht von der Netto Marken-Discount AG & Co.KG auf den Tisch geflattert. Der Vorstand des Unternehmens habe am 22. März grünes Licht gegeben, berichtete Hüfner dem erstaunten Gemeinderat.

Damit scheint leichter möglich, was Inkoop seit Jahren anstrebt: Weil das Unternehmen am jetzigen Standort am Junkernkamp „kein Entwicklungspotenzial“ sieht, hatte es Grundstücke zwischen Wildeshauser Straße und Carsten-Horst-Kamp erworben. Auf etwa 1,6 Hektar, so die Idee, solle ein Märkte-Neubau für Inkoop selbst und Aldi entstehen.

Um an der Wildeshauser Straße bauen zu können, beantragte Inkoop bei der Gemeinde, einen Bebauungsplan aufzustellen. Doch hier zögerten einige Ratsmitglieder. Ihre Argumentation: Mindestens ein Nahversorger müsse am Junkernkamp bleiben, um die Versorgungsfunktion des Ortskerns nicht zu gefährden.

Wegen der Tragweite der umstrittenen Entscheidung hatte der Verwaltungsausschuss am 18. März den Ball weitergegeben: Nicht er selbst wollte über den Inkoop-Antrag entscheiden – das sollte der Gemeinderat tun.

Dort gab es am Montagabend folgende Positionen:
 Hermann Schnakenberg (SPD): Die SPD stehe zum Antrag von Inkoop und einer Modernisierung der Märkte. Ziel sei, dem „Einkaufstourismus nach Wildeshausen“ etwas entgegenzusetzen. Auch hofft die SPD auf neue Arbeitsplätze.
 Klaus-Dieter Westphal (CDU): Angesichts der überraschenden Nachricht von Netto beantragte er eine Sitzungsunterbrechung. Bislang sei man sich in seiner Fraktion „nicht ganz einig“ gewesen  – was sich nach der Zusage von Netto änderte.
 Rolf Ranke (HBL): Auch bei der HBL habe es kritische Stimmen gegeben, weil am Junkernkamp Leerstände befürchtet wurden. Wenn Netto sich dort ansiedelt, könne man dem Antrag zustimmen.
 Irene Kolb (Grüne): „Es wäre fatal, das Bauleitplanverfahren nicht einzuleiten“, denn so könne der Flecken herausfinden, ob die Erweiterungswünsche der Märkte realisierbar sind. Wenn es künftig drei Standorte für Discounter/Vollsortimenter im Ort gebe, würden die Wege für die Kunden kürzer.
 Horst Bokelmann (fraktionslos): „Gut so“ rief er dem nicht-öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss zu, der die Entscheidung an den Rat abgetreten hatte. „Sonst hätte es theoretisch von zwei Leuten entschieden werden können.“

Bürgermeister Stefan Wachholder sagte, dass die Neuaufstellung der Märkte in Harpstedt vielleicht auch außerhalb der Gemeinde als Signal aufgenommen werde. Er hoffe, dass sich dann eine Drogeriekette im Flecken ansiedele.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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