• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Samtgemeinderat I: „Wir wollen weitermachen“

30.03.2019

Harpstedt „Großartig.“ – Mit diesem Wort lobte SPD-Ratsfrau Saskia Kamp am Donnerstagabend, was das Klimaschutzprojekt Freiraum „in einer kleinen Samtgemeinde wie Harpstedt“ bislang bewegt hat. Bei der Samtgemeinderatssitzung im Hotel Zur Wasserburg sah sie die Politik „in der Pflicht“, zu unterstützen – um eine Verstetigung der vielen Projektaktivitäten zu erreichen. Nur: Das war am Donnerstagabend noch nicht dran. Zunächst wollten das Freiraum-Team aus Ulrike Oemisch, Ruth Große-Wilde, Sabina Dalg-Vinken und Christina Lambertz nur informieren.

Das Gastspiel der vier Frauen war durchaus umstritten. „Klimaschutz macht nicht nur der Freiraum“, gab CDU-Ratsherr Günter Wöbse gleich zu Beginn der Sitzung zu bedenken – und wies zum Beispiel auf Heimatbund und Angelverein hin. Für ihn sei es fraglich, ob jeder sein Projekt bei einer Samtgemeinderatssitzung vorstellen dürfe.

Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse sah hier eine andere Lage: Die Grünen hatten die Vorstellung der Freiraum-Zwischenbilanz im Bau-, Umwelt- und Planungsausschuss beantragt – doch der, so sagte er, tage erst wieder im Mai. Damit die Zwischenbilanz zeitlich noch Sinn mache, sei der Termin der Samtgemeinderatssitzung gewählt worden.

Ulrike Oemisch ging in ihren Ausführungen zunächst ganz allgemein auf CO2-Ausstoß und Klimawandel ein. In Deutschland seien 40 Prozent der CO2-Emissionen durch Ernährung und Konsum verursacht. Hier setze das Förderprogramm des Bundesumweltministeriums an, aus dessen Topf das zweijährige Freiraum-Projekt mit 197 000 Euro bezuschusst werde. Insgesamt liege das Volumen bei 209 000 Euro. Der größte Anteil der Ausgaben entfalle auf drei halbe Stellen, wobei die Stelleninhaberinnen „doppelt so viel arbeiten wie die Stunden hergeben“.

Seit dem Projektbeginn am 1. September 2017 wurden laut Oemisch 120 Veranstaltungen organisiert („50 hatten wir beantragt“). Die meisten davon fanden im Freiraum-Laden im Haus Freistraße 1 statt, der bei vielen Aktionen eine zentrale Rolle spiele.

Beispielhaft für die Aktionen nannten Oemisch und ihre Mitstreiterinnen: die „Glücksgärten“ (hier werden zehn Gärten klimafreundlich weiterentwickelt), das „Blütenmeer“ (Schaffung und Pflege von etwa 10 000 Quadratmetern insektenfreundlicher Blühflächen), „Klimafreundliche Verkostung“ (Angebote in der Küche), „Upcycling/Recycling“ (Aufwerten von Möbeln und Baustoffen oder Kleidung), „Thementage“, „Ferien-Klima-Camps“ (für Kinder), „Klima-Info-Abend“ (aus dem heraus sich fünf Arbeitsgruppen bildeten), „Repair-Café“ (einmal monatlich).

Auch nach dem Ende des Förderzeitraums am 31. August sollen die Angebote fortgeführt werden, sagte Oemisch. „Wir wollen gern weitermachen.“ Bislang vergütete Tätigkeiten würden auf ehrenamtlicher Basis weitergeführt. Allerdings benötige man etwa 5200 Euro im Jahr, um den Freiraum-Laden weiter anmieten zu können.

Großes Lob zollten neben Saskia Kamp auch Regina Huntemann (Grüne) und SPD-Fraktionschef Heinz-Jürgen Greszik den Freiraum-Mitstreitern. Irene Kolb (Grüne) sagte, dass der Freiraum-Laden auch von anderen Gruppen genutzt werden könne. Greszik erinnerte an den früheren Agenda-Beauftragten in Harpstedt. „Wir wollen das unterstützen. Wie auch immer“, kündigte er an.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
Rufen Sie mich an:
04431 9988 2706
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.