• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Auszeichnung: Hier fühlen sich die Schwalben richtig wohl

13.07.2013

Hundsmühlen Das erste offizielle „schwalbenfreundliche“ Haus im Landkreis Oldenburg steht in der Gemeinde Wardenburg. Der Naturschutzbund (Nabu) Oldenburger Land hat das Gut Dannemann in Hundsmühlen ausgezeichnet. Und das aus gutem Grund: Gleich zehn Rauchschwalbennester und reichlich „Flugverkehr“ zeugen im Schweinestall der Familie Dannemann davon, dass sich die wendigen Flugkünstler hier wohl fühlen.

„Hier wohnen wirkliche Schwalbenfreunde“, freuen sich Birgit Röttering und Dr. Jutta Weinmann vom Nabu. Die Plakette, die sie Hartwig Dannemann, seiner Frau Andrea und den Söhnen Eric und Lars mitgebracht haben, wird künftig an der Wand des historischen Landguts prangen. Außerdem überreichten die Naturschützer der Hundsmühler Familie ein künstliches Nest für Mehlschwalben, die ihren Nachwuchs im Gegensatz zu ihren Artgenossen vorzugsweise unter Dachüberhängen an Hausaußenwänden aufziehen.

Mit der Aktion „Schwalben willkommen in Niedersachsen“, die von der Bingo-Umweltstiftung gefördert wird, möchte der Nabu dem verhängnisvollen Trend entgegenwirken, dass die Bestände der Mehl- und Rauchschwalben weiter im Sinkflug sind. Dazu sollen im ganzen Land zahlreiche Kunstnester angebracht werden. „Früher galten die Schwalben als Frühlingsboten und waren beliebt, heute werden sie leider immer häufiger nur als Verschmutzer wahrgenommen“, bedauert Röttering. Immer wieder würden – illegalerweise – Schwalbennester aus übertriebenem Ordnungssinn zerstört. „Dabei lassen sich durch Schwalbenkot verschmutzte Wände leicht durch ein Brettchen verhindern“, sagt sie.

Mehlschwalben und Rauchschwalben – letztere haben ihren Namen übrigens daher, dass sie früher häufig durch den Kamin in die Bauernhäuser gelangten – leiden laut Nabu stark unter den Veränderungen der Landschaft. Insbesondere die fortschreitende „Vermaisung“ führe zu einem Verlust an Nahrungsquellen (Insekten). Hinzu komme es zu einem Mangel an Baustoffen für die Nester, da immer mehr Flächen, auch auf den Höfen, versiegelt würden. Besonders glatte Außenwände – Mehlschwalbennester können dann nicht haften – und verwehrte Einflüge für Rauchschwalben in Ställen seien weitere Probleme. „Wir müssen ganz dringend das Heft in die Hand nehmen für unsere Schwalben!“ appelliert Jutta Weinmann. „Das Gut Dannemann macht es vor, wie schön es ist, Schwalben eine Heimstatt zu geben.“

Wer ebenfalls Schwalben an oder in seinen Gebäuden hat, kann sich gerne in der Geschäftsstelle melden, ruft der Nabu auf. Erreichbar sind die Naturschützer unter Telefon  0441/25600 oder über die Homepage.


Mehr Infos unter   www.nabu-oldenburg.de 
Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
Rufen Sie mich an:
04407 9988 2731
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.