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NWZonline.de Region

Hitzige Diskussion um neuen Magneten

20.02.2016

Wildeshausen Grünes Licht für den geplanten Neubau am Wildeshauser Marktplatz: Bis auf die Vertreter der UWG haben die Mitglieder der Wildeshauser Ausschüsse für Stadtentwicklung sowie -planung am Donnerstagabend empfohlen, das Einzelhandelsprojekt zu unterstützen und das Einvernehmen für den Abbruch der bestehenden Häuser zu erteilen.

In den zwei neuen Gebäuden will ein namentlich noch nicht in Erscheinung getretener Investor auf einer Grundfläche von rund 1500 Quadratmetern einen dreigeschossigen Wohn- und Geschäftskomplex mit Läden, Café, Büros und Wohnungen errichten. Geplant ist außerdem eine Tiefgarage mit 50 Plätzen.

Für eine Baugenehmigung ist der Landkreis zuständig. Die Stadt muss aber ihr Einvernehmen zum Abbruch erteilen.

Mit seinem überarbeiteten Konzept konnte das Büro „Neun Grad Architektur“ punkten. Wie Geschäftsführer Lars Frerichs erläuterte, ist die Fassade in Richtung Gildeplatz hin jetzt dreigeteilt, um die Massivität aufzubrechen. Auch die Rückseite des Gebäudes besteht aus kleineren Giebeln. „Wir wollen den Ort heilen, nicht kaputt machen“, betonte Frerichs. Auch die Farbgestaltung sei noch nicht in Zement gegossen.

„Die Interessen der Bürger sind eingeflossen. Das finde ich gut“, lobte CDU-Vorsitzender Wolfgang Sasse. Rainer Kolloge (UWG) appellierte jedoch dafür, sich mehr Zeit zu nehmen. Er wünscht sich eine deutlich stärker historisierte Fassade, möchte den Denkmalschutz hinzuziehen und befürchtet angesichts der großen neuen Geschäftsfläche weitere Leerstände in der äußeren Innenstadt. Sorgen bereiten ihm und seinem Fraktionskollegen Hermann Hitz auch die Parkproblematik sowie die ungeklärte Situation während des Gildefestes.

„Das Gebäude ist eine Mogelpackung, die zwar kleinteilig aussieht, es aber tatsächlich nicht ist“, so Hitz. Die vorgeschlagene Parkplatzlösung gehe zu Lasten der öffentlichen Hand.

Zustimmung für ihre Kritik erntete die UWG vom parteilosen Ratsherrn Karl Schulze Temming-Hanhoff. Er forderte eine Veränderungssperre für die Innenstadt und die Schaffung einer Gestaltungssatzung. Dem entgegnete Helmut Müller (FDP), dass es für Stadtplanung jetzt ohnehin zu spät sei. „Das Gebäude passt da rein, und wir sollten das Ganze jetzt nicht noch weiter in die Länge ziehen“, so Müller. Auch Bernhard Block (CDU) konnte das „ständige Wenn und Aber“ nicht verstehen. „Wer sagt, dass das, was da jetzt steht, schöner ist, der muss blind sein“, kritisierte er. Fraktionskollege Stephan Rollié ergänzte, dass es keine ernstzunehmende Taktik sei, „ein Projekt zum Scheitern zu bringen, indem man es immer wieder verzögert“.

Zustimmend zu dem Projekt äußerte sich auch die SPD. Um das auf dem benachbarten Gildeplatz gefeierte Gildefest zu sichern, regte Walter Panschar an, grundbuchlich eintragen zu lassen, dass der Hauseigentümer sowie seine Mieter dieses Traditionsfest sowie weitere Veranstaltungen in der Innenstadt dulden. Ein entsprechender Passus wurde in den Beschlussvorschlag aufgenommen.

Uta-Maria Kramer
Wildeshausen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2703
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