• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Aktion In Hude: Initiative radelt für bessere Radwege

22.10.2019

Hude Vom Rathaus auf die Parkstraße, entlang der Straße Auf der Nordheide und der Langenberger Straße. Weiter auf der Heinrich-Dreyer-Straße und der Hohen Straße und wieder zurück zum Rathaus. Im Anschluss noch einmal die gleiche Route. Diese rund zehn Kilometer lange Strecke fuhr zum zweiten Mal in zwei Monaten eine Gruppe von Fahrradfahrern. Doch statt auf den Radwegen zu fahren, nutzten sie die Straße. Zum Leidwesen mancher Autofahrer.

Die Radtour ist eine Aktion, die von einer privaten Initiative ins Leben gerufen wurde. Sie möchte damit auf die prekäre Situation des Radverkehrs im Klosterort hinweisen. Damit die Gruppe überhaupt auf der Straße fahren durfte, mussten es mindestens 16 Teilnehmer sein. Dann darf die Gruppe als Verbund die Straße nutzen. Beim letzten Zusammentreffen der Initiative am vergangenen Freitag waren es 18.

Politiker mit auf Tour

Unter ihnen waren auch die Ratsfrauen Karin Rohde (Bündnis 90/Grüne) und Kirsten Neuhaus (Bündnis 90/Grüne) sowie SPD-Ratsherr Dr. Jürgen Onken. „Ich habe das Gefühl, dass die Aktivitäten für den Radverkehr in Hude vernachlässigt werden und das widerspricht dem heutigen Zeitgeist“, sagte Onken. Er hat sich an der Aktion beteiligt, um zu zeigen, „wir kümmern uns darum“, erklärte der SPD-Ratsherr. Auch die Politikerinnen der Grünen haben sich an der Fahrradtour beteiligt, „weil uns daran gelegen ist, das in Hude etwas am Radwegenetz passiert“, sagte Rohde.

Initiative für den Radverkehr in Hude

Die private Initiative in Hude will auf die prekäre Situation des Radverkehrs im Klosterort hinweisen.

Jeden dritten Freitag im Monat wollen sich Interessierte treffen, so der Plan, um eine Radtour durch das Herz Hudes zu starten.

Das nächste Treffen findet am Freitag, 15. November, um 17 Uhr statt. Treffpunkt ist vor dem Rathaus in Hude, Parkstraße 53.

Im gleichen Atemzug prangerte Jürgen Onken an, dass in Hude für den Radverkehr nichts getan werde, „weder von den Parteien noch von der Verwaltung“. Als Beispiel für die Missstände nannte Onken die Parkstraße, auf der die Aktion der privaten Initiative gestartet ist.

Der dortige Fuß- und Fahrradweg sei zu schmal, als dass eine qualitative Nutzung von Fahrradfahrern und Fußgängern nebeneinander bestehen könne. Zudem fehle den Nutzern das Sicherheitsgefühl, weil die Kfz mit einer zu hohen Geschwindigkeit über die Parkstraße fahren. Dieser Meinung ist auch Karin Rohde: „Wir haben nicht genug Platz, damit Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer einen angemessenen Verkehrsraum haben.“ Dieses Problem sei nicht nur auf der Parkstraße gegeben, sondern durchgehend in der Gemeinde Hude zu finden.

Tempo 30 geht nicht

Ein weiteres Problem der Parkstraße sei es, dass sie eine Landesstraße sei. „Und die hat bestimmte Vorgaben vom Landkreis, die mit dem Fahrradverkehr nicht zu vereinbaren sind“, sagte Onken. Daher seien die Möglichkeiten, eine Änderung herbeizuführen, beschränkt. Zum Beispiel könne dort eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h nicht eingeführt werden, um die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen. Allerdings habe auch der Landkreis einen gewissen Spielraum, fügte Onken hinzu.

Eine Alternative, die Karin Rohde für durchsetzbar hält, ist es, den Radfahrern die Möglichkeit zu geben selbst zu entscheiden, ob sie die Straßen oder die Rad- und Fußwege nutzen. Dazu würde es nur noch Fußgängerwege geben, wo mit einem Schild gekennzeichnet werde, dass diese für Fahrradfahrer frei sind. Dies wäre aus Rohdes Sicht angebracht. Gerade auch aufgrund der Verbreitung von E-Bikes und Pedelecs, die nach Rohdes Sicht besser auf der Straße aufgehoben sind.

An diesem Mittwoch tagt der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt im Feuerwehrhaus. Dort wird die Förderung des Radverkehrs Thema sein. Hoffnung ist, dass Lösungen für die Zukunft gefunden werden. Zurzeit jedenfalls ist das noch nicht der Fall. „Eine Fahrradkultur in Hude gibt es nicht.“, stellte Jürgen Onken fest.

Soeke Heykes Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2459
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.