• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Jetzt soll’s ohne Sand im Getriebe losgehen

30.01.2019

Hude Feuerwehr, Rettungswache, Polizei und Gemeindeverwaltung an einem Punkt – mitten im Ort. Auf diese einzigartige Konstellation, die eine Zusammenarbeit auf sehr kurzem Wege ermögliche, wies Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew am Dienstag noch einmal hin.

Gemeinsam mit Landrat Carsten Harings, Polizeipräsident Johann Kühme, Johanniter-Regionalvorstand Wilfried Barysch und Architekt Hermann Dunkler-Gronwald nahm der Bürgermeister bei Anwesenheit weiterer Gäste den symbolischen ersten Spatenstich für das neue Gebäude vor, in dem die Huder Polizeistation und die Rettungswache der Johanniter unterkommen werden. Rund ein Jahr Bauzeit ist für das 1,75-Millionen-Projekt der Gemeinde Hude vorgesehen.

Der Rohbau soll in Kürze auf dem Areal am Rande des Parc d’Arnage starten. Für 335.000 Euro sei der Auftrag an das Bauunternehmen A. Brümmer aus Werlte vergeben worden, erklärte der Bürgermeister. Auf der einen Seite sei er erfreut, dass es jetzt losgehe. Andererseits sei er betrübt, dass das Verfahren bis zum Baustart auf politischer Ebene im Huder Rat nicht gemeinsam habe zu Ende gebracht werden können. Das Projekt war bekanntlich umstritten. Man habe sich im Rat ein bisschen auseinandergelebt, bedauerte der Bürgermeister.

Jetzt passiert etwas

„Jetzt wird man auch draußen sehen, dass etwas passiert“, begrüßte Landrat Carsten Harings den Baustart in Hude. Er dankte Holger Lebedinzew und dem Team der Huder Verwaltung für die vertrauensvolle und verlässliche Zusammenarbeit. So sei der Weg frei gemacht worden für ein zukunftsweisendes Projekt, meinte Harings. Die Entscheidung zu respektieren und den Blick nach vorne zu richten, wünschte sich der Landrat von den Gegnern des Projekts. „Das wird etwas Gutes, was hier entsteht“, zeigte sich der Landrat überzeugt. Er lobte die gut funktionierende Kooperation mit den Johannitern, die den Rettungsdienst als Nachfolger des Deutschen Roten Kreuz zurzeit noch von der provisorischen Wache am Reiherholz aus fahren.

Dass nun in relativ kurzer Zeit eine Rettungswache gebaut werde, sei großartig, freute sich Johanniter-Regionalvorstand Wilfried Barysch. Die Johanniter freuten sich auf die weitere Zusammenarbeit. Zudem werden sie laut Barysch in Kürze auch einen Ortsverband in Hude gründen. Er nannte den 17. Februar. „Wir haben auch schon eine kleine Helferschaft“, so Barysch. Weiteres Engagement vor Ort sei geplant.

Polizeipräsident Johann Kühme freute sich für die Polizei auf die Verfestigung der seiner Ansicht nach wirklich guten, gelebten Zusammenarbeit, die es schon jetzt mit Gemeinde, Rettungsdienst und Feuerwehr gebe. Das alle künftig so dicht beieinander sind, ist für Kühme ein besonderer Vorteil. Wenn man sich auch im Alltag, abseits des Einsatzgeschehens, begegne, schaffe das grundlegendes Vertrauen.

Standort bleibt erhalten

„Als Huder Bürger finde ich toll, dass dieser Standort erhalten bleibt“, sagte auch Architekt Hermann Dunkler-Gronwald, der zusammen mit seinem Kollegen Achim Wiechmann den Neubau in enger Abstimmung mit allen Beteiligten konzipiert hat. Immer auch mit dem Blick darauf, dass so viel wie möglich vom Park am Rathaus erhalten bleibt – und unter Berücksichtigung des engen finanziellen Budgets, um die Mieten für die künftigen Nutzer erträglich zu halten. Bürgermeister Lebedinzew sprach denn auch von einem schlichten Funktionsgebäude, welches die Gemeinde baue, um die Räume langfristig an Polizei und Landkreis (Rettungsdienst) zu vermieten. Entsprechende Verträge waren schon im Oktober 2018 unterzeichnet worden. Die frei werdenden Räume der jetzigen Polizeistation will die Gemeindeverwaltung nutzen.

Schon bei der Vertragsunterzeichnung im Oktober hatte Landrat Carsten Harings dazu aufgefordert, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Bekanntlich hatten Auseinandersetzungen über fehlerhafte Abrechnungen dazu geführt, dass der Landkreis dem Deutschen Roten Kreuz den Auftrag für den Rettungsdienst in Hude entzog, was letztendlich dazu führte, dass in Hude die Rettungswache im Ort nicht mehr zur Verfügung stand und die Johanniter als Nachfolger erst einmal am Reiherholz stationiert wurden.

Blick nach vorne richten

Landrat Harings betonte auch am Dienstag noch einmal, dass man im Interesse der vielen Ehrenamtlichen, die sich im DRK in Hude engagierten, den Blick nach vorne richten wolle. Schon im vergangenen Jahr habe der Landkreis mit dem Deutschen Roten Kreuz den Streit beigelegt. Aus dem Rettungsdienst aber ist das DRK raus. Den fahren jetzt die Johanniter, die froh sind, spätestens in rund einem Jahr ihre provisorischen Zelte am Reiherholz abbrechen zu können.

Klaus Derke Hude / Redaktion Hude
Rufen Sie mich an:
04408 9988 2721
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.