• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Hier dürfen alle den Bundestag wählen

22.09.2017

Hude Kindern und Jugendlichen Politik hautnah beibringen und die Hemmschwelle für den Urnengang senken – diese Ziele verfolgte die Peter-Ustinov-Schule in Hude mit der Teilnahme am Projekt Juniorwahl. Knapp eine Million Schüler sind in Deutschland parallel zur Bundestagswahl am Sonntag zum Urnengang aufgerufen. Sie können wie die Erwachsenen ihre Stimme für einen Direktkandidaten und eine Partei abgeben. 16 Klassen der Jahrgänge 7 bis 10 beteiligten sich am Donnerstag an dem Projekt zur politischen Bildung.

Koordiniert wurde der schulische Urnengang von Julia Müller, Fachbereichsleiterin für geschichtlich-soziale Weltkunde. „Die Schüler wurden im Unterricht auf die Wahl vorbereitet. Die Kollegen und ich haben in Politik das Wahlsystem, den Aufbau des Bundestages und die Parteiprogramme thematisiert“, sagte Müller. Dass die Schule am Projekt teilnimmt, stand für den stellvertretenden Schulleiter Thomas Wachtmeister außer Frage: „Politische Aufklärungsarbeit ist extrem wichtig, dafür stellen wir gerne Unterrichtszeit zur Verfügung. Es ist wichtig, die Kinder und Jugendlichen möglichst früh an den Wahlprozess zu binden.“

Gut vorbereitet gefühlt haben sich die Schüler der siebten Klassen, die am Donnerstag gegen halb zehn vor dem Wahllokal im Forum der Schule warten. „Ich finde die Wahl wichtig und habe mich auch über das Internet informiert“, erklärt Melina. „Unser Lehrer hat uns gut vorbereitet, auch meine Eltern und die Nachbarn haben mir etwas zur Wahl erklärt“, sagt Tessa, die ihre Eltern bei vorherigen Wahlen begleitet hat. Die Zwölfjährige findet es wichtig, zu wählen: „So entscheidet man ja, was in Deutschland passiert. Ich würde aktuell nicht viel ändern.“

Tessa blickt, genau wie die rund eine Million wahlberechtigten Schüler, gespannt auf den Sonntag: Denn um 18 Uhr steht auch das Ergebnis der Juniorwahl fest und ist im Internet zu sehen. „Ich glaube schon, dass es da einen großen Unterschied zu den Erwachsenen gibt“, meint die Huderin.

Nach der Wahl am Donnerstag wurden die Stimmzettel von Julia Müller und den Wahlhelfern, die aus jeder Klasse kamen, ausgezählt und nach Berlin geschickt, wo alle Ergebnisse bei der Organisation Kumulus gebündelt werden. Die Wahl für die Schüler wurde authentisch zur Bundestagswahl simuliert: Die Schüler erhielten Wahlbenachrichtigungen, es gab ein Verzeichnis mit allen Wahlberechtigten und zur Identifikation im Wahllokal wurde ein Schüler- oder Personalausweis benötigt. Vor Ort erklärten die Wahlhelfer den Kindern und Jugendlichen kurz und knapp den Wahlvorgang – dann durfte in der Wahlkabine das Kreuzchen gemacht und der Stimmzettel in die Urne gesteckt werden.

Zu dem Projekt gehört auch die Nachbereitung der Wahl, erläutert Julia Müller. So wird an der Peter-Ustinov-Schule ab Montag auch das Ergebnis der Bundestagswahl Thema sein. Eine Schüler-Wahl für die Landtagswahl ist nicht geplant – dann sind Ferien. Aber auch dieses Thema wird im Unterricht aufgegriffen, sagte Müller.

Mareike Wübben
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.