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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Junge Leute wollen im Dorf bleiben

07.10.2017

Hude /Lintel „Wie viel Netz haben wir hier?“ fragte Kreislandjugendvorsitzender Matthias Wolff beim Scheunengespräch zur Landtagswahl, das am Donnerstagabend in der Huder Bauerschaft Lintel stattfand. Die Antwort: „Null!“. Das konnten die Teilnehmer beim Blick auf ihre Handys schnell feststellen.

Abwanderung stoppen

Funklöcher und eine miserable Breitbandversorgung sind in den ländlichen Bereichen ein dauerndes Ärgernis. Hier müsse dringend mehr getan werden, so Wolff. Er sprach von „Landflucht und Abwanderung in vielen Bereichen“, weil in Sachen Lebensqualität auf dem Lande viele Abstriche gemacht werden müssten. Das bekomme den Dörfern mit ihren zurzeit noch sehr aktiven Vereinen und Dorfgemeinschaften nicht gut.

Zur Abwanderung trage auch bei, dass vielen jungen Leuten, die auf dem Dorf aufgewachsen seien und gerne auf den Hofstellen bei ihren Familien bauen möchten, der Wunsch nach einer „vereinzelten Wohnbebauung“ vielfach gesetzlich verwehrt werde.

Das waren nur zwei Problemfelder, die an diesem Abend den anwesenden Kandidaten für die Landtagswahl mit auf den Weg gegeben wurden.

Den Bewerbern auf den Zahn fühlen und dabei besonders auch die Probleme des ländlichen Raumes diskutieren – das ist die Intention der Scheunengespräche, die die Landesgemeinschaft der Niedersächsischen Landjugend erstmals organisiert.

Sieben dieser Gespräche vor der Landtagswahl gibt es landesweit, eines fand am Donnerstagabend auf dem Hof der Familie Wolff statt.

Jung und Alt kommen

Matthias Wolff, der den Abend souverän moderierte, freute sich über die gute Resonanz. Es war eine gute Mischung aus Jung und Alt unter den rund 60 Gästen.

„Ganz toll, dass die Landjugend landesweit dieses Format ausgesucht hat“, sagte Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew in einem kleinen Grußwort.

Hohe Wahlbeteiligung

Lebedinzew betonte, dass er auf die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Hude besonders stolz sei. Hude habe bei der Bundestagswahl am 24. September mit 81,65 Prozent Wahlbeteiligung den zweiten Platz im gesamten Oldenburger Land belegt. Vielleicht sei diese tolle Beteiligung bei der anstehenden Landtagswahl am 15. Oktober ja noch zu toppen, meinte das Gemeindeoberhaupt.

Fünf Kandidaten dabei

Die Landtagskandidaten Anne-Marie Glowienka aus Dötlingen (CDU), Axel Brammer (MdL) aus Hatten (SPD), Kirsten Neuhaus aus Hude (Grüne), Niels-Christian Heins aus Hatten (FDP) und Arnold Hansen aus Ganderkesee (Freie Wähler) stellten sich und ihre Ziele kurz vor, bevor ein umfangreicher Themenkatalog im Verlauf von gut zweieinhalb Stunden abgearbeitet wurde.

Dazu gehörte neben dem Breitbandausbau und den Baumöglichkeiten auf den Dörfern auch das Thema Innere Sicherheit. Hier waren sich alle Kandidaten einig, dass eine personelle Verstärkung der Polizei erforderlich ist und mehr dafür getan werden muss, dass der Beruf des Polizisten wieder attraktiver wird und mehr Wertschätzung erfährt.

Mehr Wertschätzung für ihre Arbeit wünschen sich gerade auch die konventionellen Landwirte. Das wurde von Zuhörern aus dem Landvolk sehr emotional noch einmal deutlich gemacht.

Die Integration der Flüchtlinge, die Förderung des Ehrenamtes, der Ausbau der Windenergie, der Wolf, die Schulpolitik und der Fachkräftemangel waren unter anderem weitere Themen an diesem Abend.

Zu vielen Themen hat die Niedersächsische Landjugend Wahlforderungen an die Politiker aufgestellt. Eine zentrale Forderung ist die Stärkung und Sicherung der Zukunftsperspektive für die Lebensqualität auf dem Land.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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