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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Mit Frauenpower auf 100 Jahre blicken

02.11.2018

Hude „100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland – und wo stehen wir heute?“ – Diese spannende Frage steht im Mittelpunkt einer Festveranstaltung, zu der alle zwölf Huder Ratsfrauen am Donnerstag, 15. November, einladen.

„Die Vorstellung, dass Frauen nicht wählen dürfen, klingt heute absurd und kaum vorstellbar. Jedoch ist es tatsächlich ,erst’ 100 Jahre her, dass Frauen in Deutschland im November das aktive und passive Wahlrecht zuerkannt wurde“, heißt es dazu in der Einladung.

Das sei Grund genug für die Huder Ratsfrauen, dies zu feiern und einen Blick in die Geschichte wie auch auf die heutige Situation zu werfen.

Als Festrednerin konnte Mechthild Schramme-Haack vom Vorstand des Landesfrauenrates für diesen besonderen Abend gewonnen werden. Schramme-Haack will in einem Impulsvortrag auf die Geschichte des Frauenwahlrechts in Niedersachsen blicken und stellt einige Vorkämpferinnen aus der Initiative „frauenORTE“ in Niedersachsen vor, denen es mit zu verdanken ist, dass das Wahlrecht 1918 endlich durchgesetzt wurde.

Hält den Vortrag: Mechthild Schramme-Haack BILD: privat

Langer Weg zum Wahlrecht

100 Jahre gibt es jetzt das Frauenwahlrecht in Deutschland. Es wurde zu Beginn der Weimarer Republik eingeführt. „Alle Wahlen zu öffentlichen Körperschaften sind fortan nach dem gleichen, geheimen, direkten, allgemeinen Wahlrecht auf Grund des proportionalen Wahlsystem für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen“, wurde am 12. November 1918 vom Rat der Volksbeauftragten bestimmt. Diese sechsköpfige Regierung war durch die Revolution in Deutschland ins Amt gekommen. Es folgte die entsprechende Festsetzung am 30. November 1918 im Reichswahlgesetz.

Alle Interessierte, nicht nur Frauen, sondern auch Männer, sind herzlich eingeladen, an Vortrag, Diskussion und abschließendem gemütlichen Beisammensein bei Sekt, Selters und Schnittchen teilzunehmen, so Marlies Pape (FDP). Der Eintritt ist frei. Und auch ein barrierefreier Zugang zur Veranstaltung im Feuerwehrhaus, Parkstraße 55, ist gewährleistet. Beginn ist am 15. November um 18.30 Uhr.

Zwei Vorbereitungstreffen hat es jetzt schon gegeben. „Es macht großen Spaß“, sagt Ulrike Janz-Janzen (SPD) zu den gemeinsamen Aktivitäten der Ratsfrauen, die aus allen Fraktionen und Altersklassen mitmachen. Über alle Parteigrenzen hinweg und trotz der schon mal unterschiedlichen Auffassungen, treffen sie sich regelmäßig. Ursula Budde (Freie Wähler) hatte dazu einst den Anstoß gegeben. „Jeder geht gerne zu den Treffen“, sagt Ulrike Janz-Janzen. Das sei nicht selbstverständlich, sondern schon etwas Besonderes.

Und so wird auch die Festveranstaltung zum 100-Jährigen des Frauenwahlrechts gemeinsam gestaltet. Eigentlich sollte das in Zusammenarbeit mit der Huder Gleichstellungsbeauftragten erfolgen. Die bisherige Amtsinhaberin hat aber den Posten aufgegeben. Die Stelle wurde neu ausgeschrieben und ist noch nicht wieder besetzt.

Aber es gibt ja auch so eine Menge Frauenpower im Huder Rat. Aktuell sind immerhin schon mehr als ein Drittel der 33 Ratsmitglieder der Klostergemeinde Frauen. Diese packen es gemeinsam an und freuen sich auf ein volles Haus bei ihrer Festveranstaltung am 15. November. Es gibt Grund zum Feiern, aber es gibt auch etliche Bereiche, in denen es noch deutliche Geschlechtsunterschiede gibt. Auch darüber soll bei der Feier gesprochen werden.

Klaus Derke
Hude
Redaktion Hude
Tel:
04408 9988 2721

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