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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Nicht alle „Grünen Finger“ im Ort abhacken

20.10.2017

Hude Mit der Erschließung des neuen Baugebietes an der Wilhelmstraße verliert Hude eine öffentliche Grünfläche in zentraler Lage. Es wird Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für diesen „Grünen Finger“ geben, um den Verlust an Landschaft und Natur zu kompensieren. Entsprechende Vorgaben werden erfüllt. Den Grünen ist das nicht genug. Sie möchten, dass dafür an anderer Stelle eine ortsnahe Grünfläche als geschützter Landschaftsbestandteil festgelegt wird.

Für Naherholung wichtig

Ausgeguckt haben sie sich ein insgesamt 14 Hektar großes Areal, das zwischen der Königstraße und dem Eulenring mit dem Rebhuhngang, dem Fasanenweg und dem Nonnenweg liegt. Dieses Gebiet habe einen ähnlichen Wert für Flora, Fauna und die Naherholung wie das bald verloren gehende Gebiet an der Wilhelmstraße, so die Grünen.

Unterstützung gibt es für diesen Vorstoß von der SPD. Es sei die letzte Moorfläche, die in den Ort hineinrage, sagte Ulrike Janz-Janzen. Kirsten Neuhaus (Grüne) brachte es auf den Punkt: „Wir wollen da kein Bauland!“

„Wollen da kein Bauland“

Man wolle niemandem etwas wegnehmen. Auch die landwirtschaftliche Bewirtschaftung könne in diesem Bereich so fortgeführt werden, machte Grünen-Fraktionschefin Karin Rohde deutlich.

Aber die Grünen wollen verhindern, dass irgendwann die Gemeinde, wenn sie vielleicht doch „ein Zipfelchen Land erwerben kann“, dort ein Baugebiet hinsetzt.

„Das ist ein ganz besonderes Stück Land“, so Rohde. Es sei zu schade für eine Bebauung, sagte Ulrike Janz-Janzen (SPD).

Keine „grünen Grenzen“

Man könne doch nicht überall Wohngebiete ausweisen. Die Menschen zögen doch gerade nach Hude, um diese Landschaft zu genießen, mahnte Kerstin Turowski vom Nabu.

FDP-Mann Pascal Buntrock hingegen betonte, dass sich die Gemeinde keine „grünen Grenzen“ setzen dürfe, „wo wir nicht wieder rauskommen.“

„Wenn wir in Zukunft irgendwo Bauland schaffen wollen, dann ziemlich ortsnah“, so Buntrock. Kompensationsmaßnahmen seien auch andernorts machbar.

Auch die Christdemokraten sehen „überhaupt keinen Handlungsbedarf“, wie es Dirk Vorlauf nannte. Der Rat sei kompetent genug, sorgfältig damit umzugehen. Auch sei zu befürchten, dass durch Festlegung eines geschützten Landschaftsbestandteils Konsequenzen für die Landwirte zu erwarten seien. Fehlende Einbeziehung der Eigentümer monierten sowohl Ursula Budde (Freie Wähler) als auch Anke Schröder (FDP).

Mit Eigentümern reden

„Wenn wir so etwas entwickeln, dann nur ganz sensibel mit den Eigentümern“, meinte Heiko Aschenbeck (SPD). Er bat seine Ratskollegen, selbstkritisch zurückzuschauen. Dann stelle man fest, wie sehr sich die Landschaft verändert habe. „Wir müssen etwas tun“, so sein Appell.

Der Ausschuss empfahl mit den Stimmen von SPD, FDP, Freien Wählern und Grünen, zunächst das Gespräch mit den Eigentümern der möglicherweise betroffenen Flächen zu suchen. Danach soll weiter beraten werden.

Klaus Derke
Hude
Redaktion Hude
Tel:
04408 9988 2721

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